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SPD-Landesverband stellt das Konzept einer "Gemeinsamen Schule" vor / Ilsemann: Schaffung zügig angehen

Fordern und Fördern schon vom Kindergarten an

Südhorsten (mw). Zu einem "Informationsabend zur Zukunft der Schulpolitik in Niedersachsen" hat der SPD-Ortsverein Helpsen unter Vorsitz von Manfred Kesselring geladen. Abgesehen von etlichen Parteimitgliedern wohnten demöffentlichen Vortrag des Referenten Udo Husmann (SPD) nur wenige interessierte Bürger bei.

Udo Husmann

Einen "Gesamtüberblick" über das, was der niedersächsische SPD-Landesverband in Sachen Bildungspolitik umsetzen will, sollte die SPD bei der kommenden Landtagswahl als Sieger hervorgehen, hat Udo Husmann, der Leiter des Arbeitskreises für Bildung (AfB) im SPD-Unterbezirk Schaumburg, gegeben. Kerngedanken des Bildungskonzeptes sind demnach unter anderem ein "ganzheitliches und lebenslanges Lernen", wobei bereits vom Kindergarten an das Prinzip "Fordern und Fördern" gelten soll und Eltern bei der Erziehung durch einzurichtende Familienzentren unterstützt werden. Die Grundschule soll zudem zur Ganztagsschule entwickelt werden. Angedacht ist außerdem, dass Kinder ab dem fünften Lebensjahr aus der Kindertagesstätte in die "flexible Eingangsstufe" der Grundschule wechseln können. "Unser Ziel ist eine gemeinsame und in sich differenzierte Beschulung bis zum Ende der zehnten Klasse", erklärte Husmann weiter. Dabei würden Förderschulenin die "Gemeinsame Schule" integriert werden. Im zehnten Schuljahr bereite man die Schüler dann auf die gymnasiale Oberstufe oder die berufliche Laufbahn vor. "Die ,Gemeinsame Schule' ermöglicht die beste Förderung für alle", war sich Husmann sicher. Für die gymnasiale Oberstufe, die auch von der "Gemeinsamen Schule" geführt werden könne, will die SPD laut Husmann das Angebot der Profilierungsmöglichkeiten erheblich erweitern. Bei der anschließenden Diskussion meinte Adolf Neitsch, der Helpser Bürgermeister (SPD), dass man bei der Berufswahl mit einem Hauptschulabschluss heutzutage nicht mehr viel anfangen könne und der Begriff Hauptschule zudem zu negativ geprägt sei. Er vertrat die Meinung, dass zumindest eine Integrierte Gesamtschule (IGS) sinnvoll sei. Die Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems sei "verfehlt", sagte Eckhard Ilsemann, Vorsitzender des SPD-Samtgemeindeverbandes. Die Schaffung einer "Gemeinsamen Schule" müsse "zügig angegangen werden", da bei einer "gemeinsamen Beschulung" die Lernergebnisse von Lernschwachen und Behinderten "eben besser" seien.

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