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Förderverein Hospiz Bad Münder: Helfer und Hilfe gesucht

BAD MÜNDER. „Wir wollen, egal welche Weltanschauung oder welchem Glauben sich jemand verbunden fühlt, für alle Menschen und ihre Bedürfnisse offen sein. Das ist die Grundeinstellung der Hospizarbeit“, sagt Agnes Schulze Althoff. Um diese Grundeinstellung erfüllen zu können, braucht es aber Hilfe und Geld.

Beraten über die Zukunft des Hospiz-Fördervereins: Geschäftsführer Andreas Przykopanski (v.l.), Vorsitzender Swen Fischer, die stellvertretende Hospizleiterin Stephanie Kaiser, Ortsbürgermeisterin Petra Joumaah und Hospizleiterin Agnes Schulze Althof

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Horst Voigtmann Reporter

„Das bürgerschaftliche Engagement für das Hospiz hat eine große Bedeutung“, betont die Leiterin des Hospiz in Bad Münder nun bei einem Treffen des Fördervereins.

Das Hospiz an der Deisterallee ist auch nach dem Verkauf des Krankenhauses in der Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt und bleibt somit förderungswürdig. Das heißt für mögliche Spender, dass für Zuwendungen auch Bescheinigungen ausgestellt werden können – für potentielle Unterstützer ein wichtiger Punkt. Ortsbürgermeisterin Petra Joumaah, Hospizleiterin Agnes Schulze Althoff, ihre Vertreterin Stephanie Kaiser, Geschäftsführer Andreas Przykopanski und Förderkreis- Vorsitzender Swen Fischer wollen in der nächsten Zeit verstärkt Menschen ansprechen, um sie für eine Mitgliedschaft im Förderverein zu gewinnen.
Bereits beim Neujahrsempfang des Ortsrates im Januar hatte Joumaah in ihrer Rede für den Verein geworben und die Gäste dazu aufgerufen, über eine Mitgliedschaft nachzudenken. Das hat offenbar Früchte getragen. „Wir haben schon an dem Abend einige neue Mitglieder gewonnen“, erzählt Schulze Althoff. Der Förderverein hat derzeit etwa 20 Mitglieder.

Ein wichtiges Thema ist derzeit die Seelsorge an den Gästen des Hospizes, denn die bisherige Krankenhausseelsorgerin steht dem Verein nicht mehr zur Verfügung. Deutlich wurde beim Treffen der Hospiz-Verantwortlichen aber: Es gibt bereits Pläne, wie die Lücke geschlossen werden könnte.

Der Förderverein war ursprünglich für das Krankenhaus gegründet worden, später wurde auch das Hospiz integriert. Nachdem das Krankenhaus aber im Zuge der Awo-GSD-Insolvenz von einem privaten Investor übernommen wurde, war es für die Einrichtung wichtig, weiterin förderungsberechtigt zu sein. Denn: Über die Krankenkassen kann zwar ein großer Teil der Kosten abgerechnet, aber längst nicht der gesamte Betrieb finanziert werden. Alle Hospize in Deutschland sind gesetzlich dazu verpflichtet 5 Prozent ihres Jahresumsatzes in Form von Spenden zu erwirtschaften.

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