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Bau- und Schulausschuss des Kreises fassen Grundsatzbeschluss / Hohe Sanierungskosten

Förderschule und KGS bald in einem Gebäude

Bad Münder (jhr). Vor einigen Wochen noch nur ein Gedankenspiel, gestern von Kreisschul- und Kreisbauausschuss in gemeinsamer Sitzung einmütig per Grundsatzbeschluss auf den Weg gebracht: Die räumliche Zusammenfassung der Astrid-Lindgren-Schule und der neuen Kooperativen Gesamtschule Bad Münder am Standort der KGS. „Ein derartiges Schulmodell wird regional einzigartig und im Sinne integrativer Zusammenarbeit von herausragender Bedeutung sein“, so die Erwartung der Kreisverwaltung.

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Die Astrid-Lindgren-Schule wird als Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen ebenso vom Landkreis getragen wie die neue KGS. Da für die Unterbringung aller KGS-Schüler an nur einem Standort – dem der bisherigen Abraham-Lincoln-Realschule an der Bahnhofstraße – ohnehin das bisherige Schulgebäude erweitert werden muss, reifte die Idee, die Förderschule ebenfalls dort unterzubringen. Die Vorteile liegen für die Verantwortlichen der Kreisverwaltung auf der Hand: Die bauliche Erweiterung des Schulkomplexes KGS wird ohnehin notwendig, durch Integration sind die Schülerzahlen im Bereich der Förderschule stark rückläufig, das Gebäude der Astrid-Lindgren-Schule gilt als stark sanierungsbedürftig.

Hohe Kosten für Gebäudesanierung

Auf rund 490 000 Euro wird der aktuelle Sanierungsbedarf für den bisherigen Standort der Astrid-Lindgren-Schule vom Fachdienst Hochbau und Gebäudemanagement des Kreises beziffert – in dieser Summe enthalten sind sowohl Brandschutzmaßnahmen wie die Umgestaltung des Schulhofes, Decken- und Kellersanierung wie die Wärmedämmung der Fassade.

Teile des Schulgebäudes wurden im Jahr 1956 errichtet, das Wohnhaus auf dem Grundstuck sogar bereits 1950. 2001 wurde eine Heizzentrale eingebaut. „Viele ältere Münderaner kennen das Gebäude noch aus der Zeit, als dort die Landwirtschaftsschule untergebracht war“, weiß die heimische CDU-Kreistagsabgeordnete Barbara Otte-Kinast. Auf rund 53 000 Euro beläuft sich der Budgetanteil, den der Kreis für Energie, Abgaben und die Bauunterhaltung für das Gebäude kalkuliert.

Auf positive Resonanz stößt das Vorhaben auch bei anderen Beteiligten. „Eine gute Lösung“, sagt Förderschulleiterin Britta Bödecker. Sie hat sowohl im Kollegium als auch in der Planungsgruppe KGS nur Zustimmung zu der räumlichen Zusammenlegung registriert. Auch die zuständigen Dienststellen der Landesschulbehörde sprechen sich für das Verfahren aus, berichtete Schuldezernentin Heidi Pomowski.

Seit dem Schuljahr 2001/02 werden die an der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Hauptschule eingerichteten Integrationsklassen durch die Förderschule betreut. Diese Zusammenarbeit soll auch weiterhin Bestand haben – allerdings künftig zwischen Förderschule und KGS. Ein entsprechender Antrag für das kommende Schuljahr ist bereits gestellt worden. Vorteil der neuen Zusammenarbeit: Es werden noch weitergehende Integrationsmöglichkeiten auch in andere Schulzweige eröffnet. Für eine räumliche Zusammenlegung spricht nach Auffassung der Kreisverwaltung auch die Entwicklung der Schülerzahlen der Förderschule: Im laufenden Schuljahr besuchen lediglich drei Schüler die fünfte Klasse.



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