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Flugobjekte über Rinteln gesichtet

Rinteln (ur/wm). Eine ungewöhnliche Beobachtung machte Dieter Harmening gemeinsam mit Bekannten in der Nacht vom Samstag auf Sonntag: "Ich zählte insgesamt vier leuchtende Flugkörper, die in großer Höhe völlig geräuschlos von Südost nach Nordwest über Rinteln schwebten. Wie meine Rückfrage in Achum bei den Heeresfliegern ergab, wurden dort in einer Höhe von 4000 Fuß sogar neun solcher Objekte vom Radar erfasst, ohne dass bis heute bekannt wurde, worum es sich dabei handelte."

Unbekannte Flugobjekte sind in den letzten Wochenöfter über Rinteln oder im Landkreis gesichtet worden - doch dafür gibt es eine ganz simple Erklärung - so auch vermutlich in diesem konkreten Fall. Es handelt sich um fliegende Lampions, Himmelsleuchten, die eigentlich aus Asien kommen und bei Geburtstagen, Hochzeiten, Festen mit guten Wünschen in den Himmel geschickt werden. Lichter, die lautlos durch die Nacht gleiten und sehr hoch steigen können. Die Himmelsleuchten, die man kaufen oder selber basteln kann, sind meist aus Reispapier, haben einen Durchmesser von einem Meter und mehr und funktionieren wie Heißluftballons: Entflammte Brennpaste in einer Metalldose sorgt für Auftrieb und das Leuchten. Ist die Paste ausgebrannt, geht der Ballon wieder zu Boden. So vermutlich auch in diesem Fall. Wie die Heeresflieger in Achum gestern auf Anfrage bestätigten, habe man auf dem Rollfeld einen niedergegangenen Ballon gefunden. Neun Objekte allerdings, durch Radar erfasst, wie von Harmening gemeldet, mochte man bei den Heeresfliegern so nicht bestätigen. Für Telefonanrufe sorgte auch ein anderer "Himmelsspuk" über Rinteln, der sich weniger optisch als akustisch bemerkbar gemacht hat: Am Montag flogen mehrere Tornados ohrenbetäubend lärmend im Tiefflug über die Weserstadt. Wie Hauptmann Lutz Kümmeritz vom Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe in Köln-Wahn erläuterte, hätten die festgestellten Flughöhen zwischen 250 bis 315 Meter über dem Grund gelegen, das sei korrekt, weil Flüge in solchen Fällen bis 150 Meter über Grund erlaubt seien. Die Flüge seien ordnungsgemäß als Tiefflüge angemeldet worden.




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