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Fließen 56 000 Euro für die Sprachförderung nach Bad Münder?

BAD MÜNDER. Ab heute gilt sie: die Regelung, dass die Sprachförderung wieder in den Kindertagesstätten durchgeführt wird. Im Juni hatte der niedersächsische Landtag diese Gesetzesänderung beschlossen. Insgesamt 32,5 Millionen Euro stellt das Land den Kita-Trägern für die Umsetzung zur Verfügung.

600 000 Euro erhält der Landkreis Hameln-Pyrmont für die Sprachförderung. Die Frage ist noch, wie das Geld aufgeteilt wird. Foto: dpa
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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite

Doch aufgrund der kurzen Zeitspanne zwischen Beschluss und Beginn am 1. August ist eine sofortige Umsetzung schwierig. Beim Landkreis und den Trägern der Kitas wird derzeit daran gearbeitet, wie die Sprachförderung möglichst bald umgesetzt werden kann – auch in Bad Münder.

Knapp 600 000 Euro aus dem Fördertopf des Landes fließen in den Landkreis Hameln-Pyrmont (wir berichteten). Um herauszufinden, wie dieses Geld unter den Städten und Gemeinden aufgeteilt werden kann, wurde eine Arbeitsgruppe gegründet – und die hat inzwischen eine mögliche Verteilung der Mittel erörtert: „Wenn diese Planung zur Umsetzung kommen sollte, werden zirka 56 000 Euro für die 13 Kindertagesstätten in Bad Münder zur Verfügung stehen“, teilt Landkreissprecherin Sandra Lummitsch auf Anfrage der NDZ mit. In einem nächsten Schritt sollen nun die Träger prüfen, ob im Umfang dieser Fördersumme vor Ort Personal zur Verfügung stehe.

In Bad Münder seien noch Detailgespräche bezüglich der Verteilung notwendig, sagt Elisabeth Borcherding, zuständig für Kitas bei der Stadtverwaltung. Nach der Sommerpause solle das Thema weiter erörtert werden, „weil viele Kitas ja auch erst dann den Betrieb wieder aufnehmen.“ Hier seien nämlich alle Träger gefragt, nicht nur die Stadt. Bei einigen Kitas habe es auch in der Vergangenheit bereits Förderkonzepte gegeben – „hier brauchen wir die Erfahrungen der Träger“, so Borcherding. Die regelmäßigen Treffen auf Kreisebene halte sie aus diesem Grund für sehr wichtig.

Angelika Meinecke vom DRK-Kreisverband Weserbergland, der fünf Kitas in Bad Münder betreibt, hofft auf eine gleichbleibende Förderung in der Zukunft. Bislang sei die Höhe der Zuwendungen in jedem Jahr neu berechnet worden. „Es wäre schön, wenn es immer gleich gilt und es feste statt befristete Stunden gibt“, sagt Meinecke und fügt hinzu: „Wir wünschen uns, dass alle 16 DRK-Kitas im Landkreis profitieren.“

Dass Bad Münder nicht ab heute mit der konkreten Umsetzungen der Neuregelung beginnt, hat übrigens keine negativen Auswirkungen. „Erfreulicherweise verfallen die Fördermittel nicht, auch wenn erst etwas später mit der Maßnahme begonnen werden kann“, sagt Lummitsch. Für ein tragfähiges und auf den Förderbedarf ausgerichtetes Konzept sei eben eine angemessene und sorgfältige Vorbereitungsarbeit erforderlich, fügt sie hinzu. Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe findet am 14. August statt.

Außerdem gilt ab heute die Beitragsfreiheit für die Kitas. Für Hans-Ulrich Siegmund, den CDU-Fraktionsvorsitzenden in Bad Münder und CDU-Kreisvorsitzenden, startet damit „die größte familienentlastende Maßnahme in der Geschichte unseres Landes“. Der kostenfreie Zugang zu frühkindlicher Bildung sei ein zentrales Thema der CDU. „Alle Seiten haben trotz unterschiedlicher Interessen das gemeinsame Ziel nie aus den Augen verloren: die Entlastung von gut 150 000 Kindern und ihren Familien in Niedersachsen“, so Siegmund.



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