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Schulleiter geht in den Ruhestand / Landrat missbilligt Kultusminister-Äußerung

Fließ ist beeindruckt: "Dieser Abschied war exzellent und perfekt"

Obernkirchen (sig). Wolfgang Fließ kam aus dem Staunen nicht heraus. Sein Lehrerkollegium, die befreundeten Leiter anderer Schulen und Einrichtungen sowie seine Schüler haben ihm einen Abschied bereitet, wie er beeindruckender hätte kaum sein können. Fast drei Stunden dauerte diese Veranstaltung, aber sie wurde nicht eine Minute langweilig. Zu guter Letzt wurde ihm mit einer eigens für ihn angefertigten DVD eine Fülle von Vorschlägen für seine künftige Freizeitgestaltung macht. Auch das war große Klasse.

Das war's. Ein letzter Händedruck - und dann übergibt Regierungs

Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier erinnerte daran, dass Wolfgang Fließ zusammen mit seinem Team neue Schulleitlinien verfasst habe. Dort waren als Ziele unter anderem zu lesen: angstfreies Lernen fürs Leben, optimale Vorbereitung auf den Beruf, hochwertige Schulabschlüsse, Verantwortung lernen und die Vermittlung von sozialen Fähigkeiten. Als keineswegs unwichtige Primärtugenden sah der Schulleiter bei seinem Antritt Pünktlichkeit, Verlässlichkeit und Höflichkeit an. Diesen Grundsätzen sei er treu geblieben und habe sie auch vorgelebt, betonte der Landrat. Ein besonderes Gewicht habe er auf die Sozialarbeit in der Schule gelegt. Außerdem habe er auch ohne zusätzliche Lehrerstunden, zu denen das Land verpflichtet sei, ein Ganztagsangebot am Schulzentrum ins Leben gerufen und dazu das Mensaessen organisiert. Schöttelndreier unterstrich, dass eine zweite Gesamtschule in Schaumburg mehr als sinnvoll wäre. Den Hinweis des Kultusministers, die IGS auf acht Züge zu verdoppeln, bezeichnete der Landrat als zynisch, weil sowohl das Grundstück als auch der vorhandene Baukörper überhaupt keine Erweiterung mehr zulasse, Konrektor Hartmut Drygala erinnerte an wichtige Phasen im beruflichen Werdegang des scheidenden Pädagogen. Schon bei dessen Amtsantritt habe die Schule in Obernkirchen Modellcharakter gehabt. Es sei, so Drygala, zuweilen atemberaubend gewesen, in welchem Tempo das Schulgebäude in der Ära Fließ renoviert, saniert und erneuert worden ist und wo der Rektor dafür Gelder locker gemacht habe. Als weitere Erfolge des scheidenden Schulleiters, die er zusammen mit seinem Kollegium umgesetzt habe, nannte Drygala das Methodentraining für das Lernen, die Ausbildung von Streitschlichtern, von Scouts für den Schülertransport und von Pausenaufsichten, den so genannten Schülerbuddys. Aus den Händen von Regierungsschuldirektor Jürgen Landfester erhielt Wolfgang Fließ schließlich die Urkunde, mit der die Freistellungsphase seiner Altersteilzeit beginnt. Landfester sprach davon, dass der scheidende Rektor Generationen von Schülern nicht nur Wissen und Fakten mit auf ihren weiteren Weggegeben habe, sondern auch Werte, Haltungen und Einstellungen. Daneben habe er auch aktiv an der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften sowie Schulleitern mitgewirkt, und zwar als Fachseminarleiter mit hoher Kompetenz im didaktisch-methodischen Bereich. Landfester bedauerte (wie zuvor der Landrat), dass es nicht gelungen ist, in der Bergstadt eine Kooperative Gesamtschule einzurichten, für die vielfältige pädagogische Argumente sprächen. Er habe seine Erfolge nicht zuletzt einem Super-Kollegium und einem guten Team in der Schulleitung mit Hartmut Drygala und Werner Harder zu verdanken, unterstrich Fließ in seinem Schlusswort. Dazu hätten ihm sowohl der Landkreis als auch die Stadt Obernkirchen, die Gemeinde Auetal, die Kirche, die Polizei sowie die Banken und andere Institutionen nach Kräften unterstützt. Seine Abschiedsfeier, die sowohl beachtliche musikalische als auch tänzerische Darbietungen sowie flotte Reden enthielt, bedachte er mit dem Prädikat "exzellent und perfekt".



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