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Flegessen: Leben retten mit dem Defibrillator

FLEGESSEN. Ein Defibrillator kann Leben retten. Wer bislang in Flegessen ein solches Gerät brauchte, stand allerdings vor einem ganz zentralen Problem: Ein öffentlich zugänglicher Defibrillator war schlicht nicht vorhanden. Das hat sich jetzt dank des Engagements zahlreicher Sponsoren geändert.

Gut gelaunte Gesichter bei der Enthüllung: Vertreter von Vereinen, Unternehmen und Einrichtungen sind zur Vorstellung des Defibrillators gekommen. Fotos: Rathmann
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Zur Enthüllung der Defibrillator-Station am Feuerwehrhaus hatte Ortsbürgermeister Detlef Olejniczak Vertreter aller Einrichtungen, Unternehmen und Vereine gebeten, die sich an der Anschaffung beteiligt haben. Neben dem Ortsrat Flegessen, Hasperde und Klein Süntel waren das der DRK-Ortsverein der Ortschaft, der FC Flegessen-Hasperde, der Elternverein der Grundschule, die Feuerwehr Flegessen, der CDU- und der SPD-Ortsverein, die Vereinigung Glasklar, die Ideenwerkstatt Dorfzukunft und die Sparkasse Hameln-Weserbergland. Grundschule und Kindergarten unterstützen die Idee. Dass es erneut gelungen ist, eine für den Ort wichtige Anschaffung in Eigenregie zu ermöglichen, stellte der Ortsbürgermeister nicht ohne Stolz heraus. Rund 2500 Euro, so Annegret Flügge vom DRK-Ortsverein, hat die Anschaffung des Gerätes samt Vorbereitung für die Stationierung im Außenbereich gekostet. Die war den Flegessern wichtig, weil das lebensrettende Gerät nicht nur Schule und Kindergarten, sondern der Allgemeinheit zur Verfügung stehen soll. Sportplatz und Turnhalle sowie die Feuerwehr grenzen in Flegessen unmittelbar an die Schule. „Das hier ist der richtige Standort, hier kommen viele Menschen zusammen“, erklärte Flügge, die vor rund eineinhalb Jahren im Ortsrat auch die Anschaffung anregte. Olejniczak („Geht nicht gibt es bei uns nicht“) und andere rührten kräftig die Werbetrommel, brachten die Summe auf. Das DRK wird sich um regelmäßige Überprüfungen des Gerätes und auch um die Einweisung in den Gebrauch kümmern.

Grundsätzlich aber, das war den Initiatoren wichtig, ist der Defibrillator auch von Laien bedienbar. Das Gerät ist automatisiert und selbsterklärend – es spricht zu den Helfern, gibt genaue Anweisungen. Während eine Herzdruckmassage einen künstlichen Blutkreislauf aufbaut, um das Gehirn mit Sauerstoff zu versorgen und die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zu überbrücken, kann ein Defibrillator das Herz wieder in den normalen Rhythmus bringen. „Wenn es um Menschen mit Herzkreislaufstillstand geht, zählt jede Minute“, weiß Flügge. Es gelte, Menschenleben zu retten – und ein Defibrillator kann Leben retten, wenn er denn schnell zur Hand ist.

Automatisierte externe Defibrillatoren gibt es auch an einigen anderen Standorten im Stadtgebiet, beispielsweise bei der Feuerwehr in Nienstedt, in der KGS oder in der Begegnungsstätte in Beber.



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