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Umbau des Casala-Komplexes endet

Flecken hofft auf 690 000 Euro aus Landeskasse

Lauenau (bab). Umbau und Vermarktung des ehemaligen Casala-Komplexes gehen offensichtlich in die Schlussphase. Bei der Besichtigung des Gewerbeparks erläuterte die Verwaltung die weiteren Schritte zum Ausbau. 580 000 Euro an Städtebaufördermitteln vom Land sollen in den Komplex fließen. Auch für Vereine wird noch Platz geschaffen.

"Im Januar erwarten wir Nachricht", sagte Gemeindedirektor Uwe Heilmann vor dem Bau- und Planungsausschuss zum Stand in Sachen Städtebauförderung. Wie Jörg Döpke von der Bauverwaltung weiter informierte, rechnet der Flecken mit 690 000 Euro. 580 000 Euro davon sollen in den Gewerbepark und die dortigen Plätze und Wege fließen, der Rest gehe in innerörtliche Verkehrskonzepte. Das Gebäude I zwischen Sägewerk und Kesselhaus steht auf der Ausbauliste. Im Erdgeschoss sollen Ladenlokale für Einzelhandel, Dienstleister oder Handwerk geschaffen werden. "Wir haben das schon fast vermarktet", sagte Heilmann. Mit fünf Interessenten für diese Flächen sei die Verwaltung im Kontakt. In den oberen Geschossen sollen wie berichtet Wohnungen entstehen. Die sogenannte "Plaza" vor dem Gebäude wird ebenfalls mit Städtebaufördermitteln ausgebaut. Das nötige Flair für die Kombination aus Wohnen, Freizeit und Gewerbe soll mit der Plaza geschaffen werden. Zurzeit deuten bereits einige Palmen in großen Blumentöpfen etwas Atmosphäre an. Diese kündigen den Einzug des spanischen Restaurants ins Kesselhaus an. "Der Spanier macht am 1. Dezember auf", verkündete Heilmann den Lauenauer Politikern vor der Sitzung bei einer Rundgang durch den Komplex. Angeschaut hat sich der Ausschuss auch das dritte Obergeschoss von Gebäude II. Dieses Stockwerk soll später durch das Jugend- und Musikforum genutzt werden. Jürgen Schröder vom Heimatverein meldete sich bei der Sitzung zu Wort. Der Verein wolle dort Material unterbringen. "Mit 80 Quadratmetern sind wir vollauf zufrieden", meinte Schröder. Der Ausschuss war einstimmig dafür, dass ein Teil der 340 Quadratmeter für den Heimatverein zur Verfügung gestellt wird. Vom Jugend- und Musikforum war kein Vertreter anwesend. Laut Döpke stehen den Mitgliedern aber noch - nach Abzug der Räume für die sanitären Anlagen - rund 250 Quadratmeter zur Verfügung. Wolfgang Kölling (SPD) regte an, beim Ausbau abschließbare Fenster zu installieren, da der Musiknachwuchs in der Nachbarschaft bereits für Beschwerden gesorgt habe. Auch die künftigen Mieter würden sich nicht über Misstöne und Lärm freuen. Ausschussvorsitzender Uwe Budde (SPD) schlug vor, auch über Schallschutz nachzudenken. Wie Heilmann mitteilte, rechne er im Zuge der Wärmeisolierung bereits mit einem akustischen Dämmeffekt. Zurzeit ist die Etage noch mit Casala-Restbeständen, Antiquitäten und Sperrmüll zugestellt. Der Heimatverein will dort für Ordnung sorgen. "Wir werden gründlich aufräumen. Vieles muss in den Müll", versprach Schröder. Bürgermeister Heinrich Laufmöller (SPD) sagte aber zu, dass das Jugendforum beim Entrümpeln helfe.

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