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Schreckliche Entdeckung im Kraterzoo Bad Nenndorf / Jazz-Frühschoppen bei gedämpfter Stimmung

Flamingos sind tot: Hat Waschbär zugebissen?

Bad Nenndorf (fox). Zwar wurde auch gelacht, aber gänzlich ungetrübte Freude ist bei Vogelpark-Betreiber Werner Schulz und den Verwantwortlichen des Fördervereins nicht aufgekommen gestern Morgen beim vierten Jazz-Frühschoppen an der Kraterquelle. Die Flamigos sind tot. Vermutlich hat ein Waschbär den pinken Vögeln den Garaus gemacht. Derzeitsind die Kadaver zur Untersuchung in der Tierärztlichen Hochschule in Hannover.

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Als Werner Schulz (85) am Freitag vor einer Woche auf die Flamingowiese getreten ist, hat er eine schreckliche Entdeckung machen müssen: Sechs der sieben pinken Vögel lagen tot im Gras, einer davon war angefressen. Ein weiterer wird vermisst, wie der Vorsitzende des Vogelpark-Fördervereins, Detlef Panter, sagt. Für Schulz und seine Frau Lenchen sitzt der Schock tief. So tief, dass sie den Förderverein erst Tage später von dem Vorfall informierten. "Wir vermuten, es war ein Waschbär", sagen Panter und Schulz. "Wäre es ein Fuchs gewesen, hätten wir dies an den Bissspuren erkannt", sagt Panter. Da die Vögel äußerlich nahezu keine Verletzungen aufwiesen, fällt der Verdacht von Schulz auf Waschbären. "Die erdrosseln ihre Beute, ähnlich wie ein Löwe." Zudem könnten diese Tiere "klettern wie Katzen". Das erklärt dem Kraterzoo-Betreiber, wie das Raubtier auf die Flamingowiese über den frisch geflickten Zaun gelangen konnte. Bereits im vergangenen Jahr hatte Schulz vier Flamingos verloren. Diese wiesen ebenfalls nur leichte Bisswunden auf. Der Veterinärmediziner des Landkreises Schaumburg habe die Untersuchungen aufgenommen und zudem zwei tote Tiere zur Sektion in die Tierärztliche Hochschule in Hannover gebracht. Dass die Vögel einer Erkrankung zum Opfer gefallen sind, schließen Schulz und Panter aus. Der Verlust der sieben Flamingos ist für Schulz schmerzlich. Nicht nur, weil jeder der kälteresistenten "Chile-Flamingos" rund 2000 Euro wert ist - Schulz hatte Zuchterfolge mit den Tieren und ist in Fachkreisen bekannt dafür. Sogar Eier fremder Artgenossen haben die Bad Nenndorfer Flamingos bereits ausgebrütet. Schulz: "Künstlichist dies im Brutkasten nur schwer möglich. Spätestens, wenn die Küken geschlüpft sind, benötigen die jungen Flamingos die sogenannte Kropfmilch der Mutter, um zu überleben." Vorerst will Schulz keine neuen Flamingos anschaffen. Erst muss eine Lösung für ein sicheres Gehege her.



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