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Fragen und Antworten zur bevorstehenden Influenza-Saison

Fit für die Grippe

Mit dem Anbruch der kalten Herbst- und Wintertage beginnt auch die sich wiederholende Grippesaison in Deutschland. Die Gefahr liegt jedoch nicht in den harmloseren grippalen Infekten, die sich durch leichte Erkältungen bemerkbar machen, sondern in der echten Grippe, der sogenannten Influenza.

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Autor:

Anton Posnak

Jährlich sterben in Deutschland schätzungsweise 15 000 Menschen an den Folgen der Erkrankung. Im Verhältnis dazu verunglückten 2012 ungefähr 3500 Menschen tödlich bei einem Verkehrsunfall. Viele unterschätzen die Gefahren der Virusinfektion. Im Januar tritt der Ausbruch der Grippe am deutlichsten auf und hält bis April an. Deshalb ist es umso wichtiger, sich frühzeitig impfen zu lassen. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengestellt.

Wer sollte geimpft werden?

Nach Empfehlung der ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut gibt es bestimmte Gruppen, die sich unbedingt einer Impfung unterziehen sollten. Zu ihnen zählen Menschen, die älter als 60 Jahre sind, Frauen ab der dritten Schwangerschaftswoche, aber auch Kinder und Jugendliche, die an chronischen Erkrankungen wie zum Beispiel Asthma, Diabetes oder unter Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten leiden.

Sowohl für Personen, die durch den Beruf ständig im Kontakt mit anderen Menschen sind, als auch für Erwerbstätige, die Geflügel oder Wildvögel verarbeiten, ist eine Impfung ratsam. Für gesunde Kinder, Jugendliche und Erwachsene unter 60 Jahren wird dies nicht explizit empfohlen, da bei dieser Gruppe eine Erkrankung meist ohne Komplikationen verläuft.

Können sich Allergiker auch impfen lassen?

Generell ja. Jedoch ist hierbei Vorsicht geboten. Menschen, die unter einer Hühnereiweiß Allergie oder einer anderen Allergie in dem enthaltenen Impfstoff leiden, können nicht mit der üblichen Impfung behandelt werden. Hierbei gilt es immer, Rücksprache mit dem Hausarzt zu suchen.

Wann sollte ich mich impfen lassen?

Die Johanniter-Unfall-Hilfe Niedersachsen/Bremen empfiehlt die Zeit von Oktober bis Dezember. Der menschliche Körper hat dadurch genug Zeit, einen Schutz aufzubauen. Nach ungefähr zwei Wochen ist der Impfstoff wirksam und hält ungefähr sechs Monate an. Daher ist eine jährliche Auffrischung empfehlenswert.

Gibt es Nebenwirkungen bei der Impfung?

Dr. Rainer Jankowski, Facharzt für Allgemeinmedizin in Deckbergen, erläutert: „Generell vertragen die meisten den Impfstoff gut. Nebenwirkungen treten bei einer geringen Anzahl von Patienten auf und sind von Person zu Person unterschiedlich. Der Impfstoff schwächt zunächst das Immunsystem und bildet die entsprechenden Antikörper. Daher fühlen sich einige geschwächt. Dies hört nach kurzer Zeit wieder auf.“

Kann ich mich mit einer Erkältung impfen lassen?

Mit einer leichten Erkältung und mit Fieber unter 38 Grad Celsius ist eine Impfung möglich. Bei schwereren Erkrankungen sollte es jedoch verschoben werden.

Kann ich trotz einer Impfung erkranken?

Eine Impfung stellt keinen hundertprozentigen Schutz dar. Jedoch ist es ratsam, dass die vorher genannten Risikogruppen sich trotzdem impfen lassen. Personen mit Immunschwächen und chronischen Krankheiten verringern dadurch das Risiko einer Erkrankung.

Wer übernimmt die Kosten?

Für alle, ab dem 60. Lebensjahr, Schwangere sowie Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit chronischen Erkrankungen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Grippe-Impfung. Viele Krankenkassen haben ihren Umfang erweitert und erstatten auch gesunden Patienten die Kosten. Im Zweifel sollte bei der Krankenkasse nachgefragt werden.

Wie verhalte ich mich, wenn bei mir eine Influenza-Erkrankung festgestellt wurde?

Falls durch Ihren Arzt ein Infekt festgestellt worden ist, sollten sie die weitere Behandlung mit ihm besprechen. Generell gilt hierbei, dass sie den Kontakt zu anderen weitestgehend meiden, um weitere Ansteckungen zu verhindern. Waschen sie sich so oft wie möglich die Hände, damit möglichst wenige Erreger verbreitet werden können. Frische Luft ist gut für das Immunsystem. Deshalb sollte das Zimmer gut durchlüftet werden. Dadurch wird auch die Virenanzahl im Raum gering gehalten. Die Flüssigkeitsaufnahme sollte nicht vernachlässigt werden.

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