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Breites Spektrum am Lesertelefon: Flagge für Schützen, Erklärung für Unabhängigkeitsstraße

Finnen singen, Leser fragen und helfen

Rinteln (ur). Im Rahmen der Diskussion um den "Stein des Anstoßes" auf dem Kollegienplatz regt Herbert Weber aus Rinteln an, den umstrittenen Spruch "Klagt nicht, kämpft" um ein Fragezeichen zu ergänzen. "Damit wird jeder eingeladen, sich intensiv mit der Parole auseinanderzusetzen und nach angemessenen Antworten zu suchen."

Und Joachim Rebuschat schlägt zur selben Problematik "im Geist der Zeit" eine Umstellung der Worte vor, sodass dann zu lesen wäre: "Kämpft nicht klagt!" Ganz begeistert ist Ursula Brinkmann von der Sommeruni. Obwohl selbst schonüber 70, genießt die gebürtige Paderbornerin den frischen Wind, der durch die jungen Besucher aus nah und fern nach Rinteln kommt. "Ich bin selber schon zu zwei Veranstaltungen gegangen und bedaure eigentlich, dass man diese Lebendigkeit nicht durch das ganze Jahr bewahren kann." Ergänzend zu unserer Berichterstattung zum Konflikt in einer Rintelner Arztpraxis zur Kostenpflichtigkeit des PSA-Tests im Rahmen der Vorsorge merkt Dr. Michael Börner an: "Es ist in der Tat so, dass die Kosten dafür grundsätzlich nicht von der Krankenkasse erstattet werden, sondern vom Patienten übernommen werden müssen. Einzige Ausnahme: wenn bereits ein Prostata-Karzinom bekannt ist, also die Krankheit schon da ist, kann im Rahmen der Nachkontrolle der PSA-Test auf Kosten der Kasse durchgeführt werden." Gudrun Nitzsche aus Obernkirchen wirft gleich zwei heimatkundliche Fragen auf, die wir gern an unsere Leser zur Beantwortung weiter reichen: Zum einen möchte sie wissen, was die Bezeichnung "Schnatgang" bedeutet und zum anderen lautet ihre Frage: "Warum heißt die Straße zwischen Westendorf und dem Auetal eigentlich Unabhängigkeitsstraße?" Die Antwort: Schnatgang war und ist die gemeinsame Begehung kommunaler Grenzen mit dem Ziel, eventuelle Probleme und Missstände im beiderseitigen Einvernehmen zu lösen. Und die Unabhängigkeitsstraße trägt ihren Namen, weil sie gebaut wurde, um eine zollfreie Verbindung aus dem einst hessisch verwalteten Rinteln ins Auetal zu schaffen, ohne dass dabei das seinerzeit schaumburg-lippische "Ausland" beim Weg über Steinbergen berührt werden musste. "Müssen denn öffentliche Gelder immer nur auf Deubel komm raus vergeudet werden, nur weil sie gerade da sind?", fragt sich und die politische Öffentlichkeit Ingrid Koch aus Exten angesichts des Projekts, den Radwanderweg vorbei am Freibad auszubauen. Dies sei offenkundig nur deshalb durchgesetzt worden, weil sich Kommunalpolitiker profilieren wollen, indem sie Steuergelder investieren, ohne die Notwendigkeit dafür zu prüfen. "Auch in diesem Jahr kamen wieder junge Finnen von der Sommeruni zum Gottesdienst in die Nikolaikirche und erfreuten die Besucher mit dem Choral Lobet den Herren in ihrer Sprache", freut sich Angela Werner . Hinterher haben die Gäste auch noch einige Lieder von der Empore gesungen und damit auch die aktuelle Quilt-Ausstellung begleitet. Ein leider sehr negatives Bild bot sich der Leserin auf der Fahrt zur Arbeit nach Hameln: Hinter Hohenrode ist ein Bushaltehäuschen mit lauter Hakenkreuzen beschmiert worden! Über das Lesertelefon fragte Hermann Felix aus Obernkirchen auf Vorschlag von Wirt Michael Bode vom Gasthaus am Mühlenteich nach einer Vorlage für die Flagge der Grafschaft Schaumburg. Geholfen hat jetzt Klaus Tadge aus Rinteln, der ihm inzwischen ein Exemplar der Flagge ("Natürlich in Rot und Weiß mit Nesselblatt") überließ. Schützenfreunde aus der Bergstadt wollen sie nunmehr nachmachen lassen und bei gegebenem Anlass damit für die Grafschaft Flagge zeigen. So ist's recht!




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