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Behindertenbeauftragter informiertüber gesetzliche und organisatorische Neuerung

Finke: "Gesetz bringt ein Mehr an Komfort und Lebensqualität"

Bückeburg (bus). Das ging flott: Nur einen Tag nach der Gründungssitzung des Niedersächsischen Landesbehindertenbeirates in Hannover erläuterte dessen Vorsitzender Karl Finke in Bückeburg Wissenswertes der neu organisierten Interessenvertretung und des im Januar dieses Jahres in Kraft getretenen Behindertengleichstellungsgesetzes (NBGG). Das Gesetz bringe zahlreiche Verbesserungen der Lebensbedingungen mit sich, "die für behinderte wie für nicht behinderte Menschen ein Mehr an Komfort und Lebensqualität bedeuten", betonte Fin ke.

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Finke, der mit Inkrafttreten des NBGG vom Behindertenbeauftragten zum "Landesbeauftragten für Menschen mit Behin- derungen" avancierte, sprach im Pfarrheim der katholischen Kirchengemeinde auf Einladung des Bückeburger Arbeitskreises Behindertenbeirat. Etwa 40 Interessierte wollten sich die aus erster Hand gelieferten Informationen nicht entgehen lassen. "Mit einer solch großen Resonanz hatten wir nicht gerechnet", erläuterte Arbeitskreissprecherin Edeltraut Müller. Aufgabe des von Wohlfahrtsverbänden, Tarifpartnern und kommunalen Spitzenverbänden gebildeten Beirats ist die Unterstützung des Beauftragten bei der Umsetzung des NBGG - insbesondere bei der Umsetzung gleicher Lebenschancen behinderter Frauen und Männer, der Verwirklichung des Benachteiligungsverbots, der Realisierung alternativer Kom munikationshilfen (Gebärdensprache) sowie bei der Umsetzung barrierefreier Standards und Internetauftritte. Zudem will sich das Gremium um die allgemein verständliche Ausfertigung amtlicher Formulare und Vordrucke kümmern. Finke nannte als zentrale Ziele des Gesetzes, Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen zu beseitigen und zu verhindern sowie deren gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten und ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen. Der von der Landesregierung bestellte blinde Diplom-Pädagoge und Verwaltungsfachmann ermunterte im Anschluss an eine gründliche Vorstellung des Paragraphenwerks die Arbeitskreismitglieder, sich weiterhin für die Installierung eines Beirats oder eines kommunalen Beauftragten stark zu machen. "Das wäre für Bückeburg ein prima Zeichen", unterstrich der Referent. In Bückeburg sei bereits etliches auf den Weg gebracht worden, führte Müller aus. Aber: "Es gibt immer noch einiges zu tun und zu ver- bessern." Finke hob hervor, dass es "mit Sonntagsreden allein nicht getan" sei. Es gehe um die schlüssige Beantwortung der Frage "wie alltagstauglich ist der Kram?". Was sich spätestens in zwei Jahren erweisen werde, wenn eine Überprüfung des Gesetzes anstehe. Der Landesbeauftragte ist unter der Adresse Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz 2, 30159 Hannover, sowie telefonisch unter der Rufnummer (0511) 120-4007 und per E-Mail (karl.finke@ms.niedersachsen.de) zu erreichen. Ansprechpartner des Arbeitskreises sind Edeltraut Müller (0 57 22) 91 71 06, Horst Buchholz (0 57 22) 206 182, Rolf Hartmann (0 57 22) 20 90 und Dieter Weihmann (0 57 22) 95 590.



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