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Reine Steinausstellung am nördlichen Ortsrand erscheint nicht mehr zeitgemäß

Findlingsgarten ist in keinem guten Zustand

Hagenburg. Während sich der Moorgarten in den vergangenen Jahren nicht zuletzt dank der liebevollen Pflege von Schülern der Graf-Wilhelm-Schule zu einem kleinen Anziehungspunkt für Touristen entwickelt hat, ist es um den nur wenige hundert Meter entfernten Findlingsgarten sehr still geworden.

Autor:

Jan-Peter Wiborg

Die Idee hatte damals der hannoversche Professor Klaus-Dieter Meyer vom Landesamt für Bodenforschung, er wollte die letzten großen und zugleich felsenkundlich bedeutsamen Findlinge der Nachwelt erhalten. Der kleine Park am Ortsrand von Hagenburg bildete den ersten seiner Art in Niedersachsen.

Dass sich ein kleines Fleckchen Erde mit einer Sammlung von Steinen nicht zu einem Publikumsmagnet entwickeln würde, war den Initiatoren von der Gemeinde Hagenburg wohl schon vor rund 35 Jahren klar, als die Anlage entstand. Inzwischen interessiert sich aber kaum noch ein Tourist für die Sammlung. Auf dem Rundgang fehlen einige Schilder an den vermoosten und veralgten Steinen. Kurz gesagt: Der Findlingsgarten ist in keinem guten Zustand.

Im Rathaus an der Schlossstraße hält man sich bedeckt, was die Zukunft angeht. Es wird offenbar bezweifelt, ob er in dieser Form überhaupt noch eine Zukunft hat. Während der Diskussion um einen großen Findling als Schmuck am Ortseingang wurde in den politischen Gremien darüber diskutiert, ob dieser Stein nicht aus dem Findlingsgarten entnommen werden sollte.

Zwei Versuche, der Steinausstellung mit der Nutzung der Rasenfläche in der Mitte als Bouleplatz sowie mit der vorgeschlagenen Aufstellung von Fitness-Geräten eine zusätzliche Funktion zuzuweisen und ihn damit aufzuwerten, sind gescheitert.

Gegenwärtig wird zwischen Schloss und Grundschule eine Bauleitplanung vorbereitet, sie bezieht den Bereich des Findlingsgartens mit ein. Und es könnte sein, so verlautete nun doch schon, dass es möglicherweise einen verlängerten Wohnmobilparkplatz mit Steinsaum geben könnte.

360-Grad-Panoramabild auf sn-online.de




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