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Gemeinderat sieht sich durch zu hohe Umlagen eingeschränkt / Ausgabendisziplin für 2015 angesagt

Finanzlage: Aussichten weniger sonnig

Beckedorf. Für das kommende Jahr haben sich die Beckedorfer Ratsmitglieder selbst eine Ausgabendisziplin auferlegt. Das Defizit im Ergebnishaushalt 2014 ist aufgrund gestiegener Erträge mit 161 000 Euro zwar deutlich geringer als im Vorjahr (347 600 Euro), dennoch ist die Finanzlage nach wie vor „angespannt“, schildert Bürgermeister Dieter Wall.

Das „ansehnliche Ergebnis“ werde durch erhöhte Umlagezahlungen an Samtgemeinde und Kreis von bis zu 75 Prozent aufgebraucht. Die Haushaltssituation 2015 der Samtgemeinde Lindhorst sei relativ gut, meint Wall. Und zwar nicht zuletzt, weil viele Kosten „auf den Schultern der Gemeinden“ abgewälzt würden. So müsste die Kommune nun auch an eine Anhebung der Kitagebühren denken. Den Beckedorfern wäre geholfen, wenn die Hebesätze geringer ausfielen. „Dann könnten wir uns freier bewegen“, meint Wall. Auch CDU-Sprecher Jörg Windheim wettert gegen die Umlage. Sein Appell an Landkreis und Samtgemeinde: Es wäre schön, wenn die Kommunen nicht nur Dinge wie den B 65-Ausbau mitbezahlten, „sondern auch noch etwas in unserem Säckel übrig bleibt“.

Trotzdem blickte der Rat zufrieden auf den Nachtragshaushalt 2014, der einstimmig beschlossen wurde. „Dieses Jahr hatten wir uns viel vorgenommen“, so Wall. „Das alles haben wir geschafft – und noch mehr.“ Die Gesamtinvestitionen betrugen 204 000 Euro. Rund 60 000 Euro konnte die Gemeinde aus eigenen Mitteln stemmen, 145 000 Euro sind Kredite.

Unerwartete Kosten hat vor allem die Sporthallensanierung verursacht. Der Mehrbedarf von 34 000 Euro sei in erster Linie auf verspätet eingereichte und unvollständige Kostenermittlungen des Planers zurückzuführen. Auch für den Umbau der Kita sind Mehrkosten von fast 42 000 Euro angefallen. Die Erneuerung des Turnhallenbodens wegen eines Wasserschadens kostet die Gemeinde nach Abzug der Versicherungssumme gut 22 000 Euro.

Für die Investitionen 2015 hat die Verwaltung folgende Vorschläge gemacht: In die Teilerschließung des Baugebietes Am Alten Helweg sollen 30 000 Euro investiert werden, damit die Anlieger nicht mehr am Schotterweg wohnen.

Eine neue Be- und Entlüftungsanlage in der Arztpraxis Dahm für 3500 Euro soll das Klima im Wartezimmer erträglicher machen und neue Möbel für die Krippe, die künftig für 15 Kinder eine Betriebserlaubnis hat, schlagen mit 1400 Euro zubuche. Alles zusammen macht das rund 72 000 Euro. Im Vergleich zu 2014 „moderat“, meint Wall.

Außer den festen Vorhaben gibt es noch einige Kann-Investitionen: So könnte der desolate Wiesenbrink – von Wall auch scherzhaft „BMW-Stoßdämpfer-Prüfstrecke“ genannt – neu gemacht werden. kil




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