weather-image
12°

Feuerwehr-Zeltlager soll die Stadt 20 000 Euro kosten

BAD MÜNDER. Die Politik soll am Dienstagabend die Weichen stellen für eine Großveranstaltung: Mit gut 800 Jugendlichen und zahlreichen Helfern will die Kreisjugendfeuerwehr im übernächsten Jahr ihr Zeltlager in Bad Münder ausrichten. Eine mögliche Fläche ist inzwischen gefunden. Was noch fehlt: ein Zuschuss der Stadt.

Auf dem Acker neben der KGS (hinten im Bild) sollen die Teilnehmer zelten. Wie 2017 in Afferde (kleines Bild) rechnet die Feuerwehr beim Zeltlager 2020 mit rund 800 Teilnehmern. FOTOS: ACKERMANN/Brakhan
zett2

Autor

Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Die will 20 000 Euro geben und sich dafür am Dienstag den Segen des Feuerlöschausschusses holen.

Schon seit dem vergangenen Jahr laufen Gespräche mit Feuerwehr und Stadt. Der Knackpunkt: Wo ist genug Platz, um Teilnehmer, Team, Zelte und Infrastruktur für das alle drei Jahre stattfindende Mammut-Zeltlager unterzubringen. Nun glauben die Verantwortlichen, eine Lösung gefunden zu haben – mit dem Gelände zwischen Kooperativer Gesamtschule und Bundesstraße 442, das dem Landkreis gehört – plus südlich angrenzenden Feldern. Letztere müsste die Stadt vom Besitzer anmieten.

Und das ist auch einer der größeren Kostenfaktoren. Denn gemietet würde das Zelt nicht nur für die Zeit des Zeltlagers im Juli 2020. Sondern für insgesamt 13 Monate. Schon ab dem kommenden Jahr soll dort Rasen ausgesät werden, damit sich der Untergrund für die 90 Schlafzelte eignet. Der Landwirt, der das Gelände sonst nutzt, erhält einen Ernteausfall.

270_0900_105764_lkbm_2808_hm303_FFW_sbr_2407.jpg

Auch eine neue Baugenehmigung ist für den Acker nötig – genau wie Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüsse. Außerdem muss das Gelände entlang der B 442 mit einem Bauzaun gegen Eindringlinge abgesichert werden. Unterstützen bei Beschilderung- oder Reinigungsarbeiten soll auch der städtische Bauhof.

Unter dem Strich kommen so die 20 000 Euro zusammen, die die Stadt in den Jahren 2019 (5000 Euro) und 2020 (15 000 Euro) in den Haushalt einstellen will. Allerdings beruht die Summe bislang nur auf Kostenschätzungen. Das Zeltlager findet alle drei Jahre im Wechsel in den acht Landkreiskommunen statt. Bad Münder war zuletzt 1996 Ausrichter. Der zuständige Kreisjugendfeuerwehrwart Thomas Kurbgeweit sieht die Planungen „auf einem guten Weg“: Vom vorgesehenen Standort aus seien Sportplatz, Rohmelbad und andere Einrichtungen gut erreichbar. Wichtig sei auch die Turnhalle, die im Wetter-Notfall als Unterkunft genutzt werden könne. In der KGS-Aula soll die organisatorische Zentrale des Zeltlagers untergebracht werden – und im Gebäude soll auch das Leitungsteam übernachten.

Dass die Jugendlichen dafür entlang der Bundesstraße zelten müssen, sei das kleinere Übel, so der Jugendwart. Er gehe davon aus, dass die Lärmbelästigung für die Teilnehmer nicht zu hoch sei. Man habe bereits Gespräche aufgenommen, um während der gut einwöchigen Veranstaltung ein Tempolimit auf der B 442 genehmigt zu bekommen: „Wir hoffen auf 50 Stundenkilometer – aber wahrscheinlicher sind wohl 70“, sagt Kurbgeweit.

Der Feuerlöschausschuss trifft sich am Dienstag um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus (Alte Schule) in Brullsen (Brullser Straße 20).



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt