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Feuerwehrhaus Böbber: Ein neuer Brennpunkt im Ort

BÖBBER. Nur eine Erwähnung fand die Auflösung der Ortsfeuerwehr im Jahresrückblick von der „Unser Dorf“-Vorsitzenden Kathrin Behrens. Nachdem sie über zahlreiche Veranstaltungen berichtet hatte, blickte sie bereits hoffnungsvoll voraus: Man will das Feuerwehrhaus als Dorfgemeinschaft übernehmen.

Beim Neujahrsempfang in den Räumen des Feuerwehrhauses Böbber stand der Verkauf des Gebäudes im Fokus der Wortbeiträge. Foto: Mensing

Autor

Gert Mensing Reporter

So freute sich Behrens mit ihrer Stellvertreterin Yvonne Scholz, dass sowohl Bürgermeister Hartmut Büttner mit seinem Stellvertreter Peter Meyer als auch Ortsbürgermeister Rolf Wittich zum Neujahrsempfang gekommen waren.

Die Politiker zeigten sich zunächst überrascht, dass sie aus der NDZ erfahren mussten, dass der seit Jahren geforderte Radweg entlang der K 74 zwischen Bakede und Böbber endlich Interesse beim Landkreis wecke. Das Thema stellten sie allerdings zurück, denn so richtig denkt niemand an eine schnelle Verwirklichung – oder wie es Vizebürgermeister Meyer ausdrückte: „Nur der Glaube daran fehlt mir“.

Büttner bekräftigte die Aussage, hinter dem Projekt Dorfgemeinschaftshaus zu stehen. Denn davon profitiere auch die Stadtpolitik, schließlich würde alle paar Jahre ein Wahllokal gesucht. Auch für den Ortsrat böten sich hier Möglichkeiten. Aber sobald der Nutzen eines Feuerwehrhauses wegfalle, würden auch die Bestimmungen neu überdacht. Und damit einhergehend seien einige Auflagen seitens des Landkreises zu erwarten. Wie der Bürgermeister betonte, sei zunächst abzuwarten, welche Art von Nutzung gefordert werde. Erst danach könne man eigene Überlegungen verwirklichen.

Den „Unser Dorf“-Mitgliedern sind die Hürden klar: „Wir werden Probleme mit der Finanzierung bekommen“, stellte Behrens heraus. Der Verein erwarte auch städtische Unterstützung, ähnlich wie bei anderen öffentlichen Dorfgemeinschaftshäusern.

„Auch die Böbberaner sind Steuerzahler und erwarten eine Gegenleistung“, meinte Ortsbürgermeister Wittich. Schließlich fehle den Bürgern in Böbber ein Mittelpunkt. Ein Einwohner kritisierte: „Auch im Rathaus gibt es keinen barrierefreien Zugang“, womit die Erwartungen geschürt wurden, der Landkreis würde einen Umbau der sanitären Einrichtungen verlangen.

Büttner beruhigte zunächst einmal: „Wir müssen abwarten und uns dann an den Gesprächstisch setzen“. Behrens will sich mit ihren Mitstreitern noch keine Sorgen machen. Die Nutzung sei zunächst geregelt, sodass der Dorfverein sein Vereinsleben ohne Einschränkung fortsetzen kann. Die großen Veranstaltungen wie Festlichkeiten oder das Seifenkistenrennen finden ohnehin außerhalb statt, stellte Behrens heraus.



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