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Ausschuss lässt sich über geplante Neuanschaffungen informieren / Rat muss entscheiden

Feuerwehr-Budget wird deutlich aufgestockt

Bad Münder (jhr). Die Ausstattung der örtlichen Feuerwehren gehört zu den Aufgaben, bei denen immer mehr Kommunen aus purer Geldnot den Rotstift ansetzen. In Bad Münder ist trotz angespannter Haushaltslage eine Erhöhung des bisherigen Feuerwehr-Budgets vorgesehen – zu viele größere Investitionen stehen an, die sich aus dem bisherigen Budget nicht ansparen lassen würden.

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Im Ausschuss für Feuerlösch- und Rettungswesen stellte der stellvertretende Stadtbrandmeister Heinrich Jochim jetzt vor, war zuvor Kämmerer Marcus Westphal nach Gesprächen mit dem Stadtkommando der Wehr in den Haushaltsentwurf eingearbeitet hatte: Die Erhöhung des Budgets für Fahrzeuganschaffungen von bisher jährlich 51 000 Euro auf künftig 154 500 Euro.

Hintergrund der überaus deutlichen Erhöhung für die Jahre 2009 bis 2012: Der Fahrzeugpark der Einsatzkräfte muss nach Auffassung der Feuerwehr dringend modernisiert werden. Vorgestelltes Beispiel: Das Löschgruppenfahrzeug der Ortsfeuerwehr Bakede. 1981 gebaut zählt es derzeit zu den ältesten Einsatzfahrzeugen im Stadtgebiet. Das Problem des Oldtimers neben altersbedingten Schwächen ist die Reparaturanfälligkeit – und Ersatzteile sind nicht mehr erhältlich. Die für den Brandschutz notwendige Zuverlässigkeit ist nicht mehr gegeben, die Frontpumpe wurde von Mitgliedern der Feuerwehr in Eigenregie repariert – doch niemand kann sicher sagen, ob sie im Einsatz auch tatsächlich ihren Dienst tut. 188 000 Euro sieht das Budget der Feuerwehr für die Neuanschaffung eines Löschfahrzeugs noch in diesem Jahr vor. In den kommenden Jahren könnten dann die Anschaffungen eines Tragkraftspritzenfahrzeugs für die Feuerwehr Rohrsen (2010, 85 000 Euro), eines Hilfeleistungslöschfahrzeugs für die Feuerwehr Bad Münder (2011, 265 000 Euro) und eines Löschfahrzeugs für die Feuerwehr Eimbeckhausen (2012, 190 000 Euro) anstehen.

Unterschiedliche Auffassungen gab es im Ausschuss unter SPD-Vertretern über die bessere Art der Anschaffung. Während sich Detlef Olejniczak für den Kauf eines Vorführfahrzeugs stark machte, plädierte Dietmar Nossing für eine Ausschreibung über die Kommunale Wirtschafts- und Leistungsgesellschaft (KWL) Hannover.

Wärmebildkamera soll angeschafft werden

Unstrittig war im Ausschuss die von Jochim vorgestellte geplante Anschaffung einer Wärmebildkamera für die Feuerwehr. Bisher habe bei Einsätzen das Gerät der Feuerwehr Springe angefordert werden müssen, doch da in Springe geplant sei, den Aufwand zu berechnen, sei der Kauf einer eigenen Kamera zu empfehlen. Auf Nachfrage der Ausschussmitglieder signalisiert Jochim, dass durch den Einsatz einer solchen Kamera nicht nur Schaden bei der Suche nach Brandnestern geringer gehalten werden könnte, auch für die Menschenrettung sei das Gerät sinnvoll.



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