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Feuerwehr probt Rettung unter schwierigen Bedingungen

HACHMÜHLEN. Eine Feuerwehrübung an einem ungewöhnlichen Ort – dem Betriebsgelände einer Tiefbaufirma. Doch auch ein solcher Arbeitsplatz ist nicht vor Unglücksfällen gefeit.

Mit vereinten Kräften wird eine Statistin geborgen. FOTOS: MENSING

Autor

Gert Mensing Reporter

„Meine Arbeitsmaschine brennt und einer meiner Mitarbeiter steckt in der Brechanlage fest“, lautet der Hilferuf an die Feuerwehr-Einsatzleitstelle, den Ingo Wallner am Sonnabend – wie mit Stadtausbildungsleiter Sascha Nagel besprochen – absetzte.

Als die ersten Einsatzkräfte des Feuerwehrstützpunktes Hachmühlen anrückten, stellten sie fest, dass nach einer Explosion bis zu fünf Mitarbeiter auf dem Gelände des Tiefbauunternehmens am Deisterbahnhof vermisst wurden. Weitere Helfer wurden nachgefordert. Die fünf Feuerwehren des Stützpunktes Hachmühlen sowie Kräfte aus Bad Münder, Hamelspringe und die Werkfeuerwehr Haworth rücken an. Außerdem wird eine DRK-Einsatzgruppe gerufen.

Alarmiert wurden die Helfer um 15.36 über Sirenen und Funkempfänger. Erst auf dem Betriebsgeländer wurde ihnen mitgeteilt, dass es sich um eine Übung handelte. Eine ganze Reihe von Schwierigkeiten hatte Detlef Thormann in das Übungsszenario eingearbeitet. Die Ortsfeuerwehr Hachmühlen übernahm die Menschenrettung. Eine verletzte Person wurde in der Nähe eines als „brennend“ gekennzeichneten Radladers entdeckt und sofort versorgt. In einer Gesteinsgrube unweit der Explosionsstelle sichteten die Retter zwei Schwerverletzte. Ganz in der Nähe lag auch eine eingeklemmte Person in einem Container. Schweres Rettungsgerät wurde herangeschafft, um die zentnerschweren Steinbrocken zu heben.

Nach der Explosion werden „Verletzte“ erstversorgt.
  • Nach der Explosion werden „Verletzte“ erstversorgt.

Während die Ortsfeuerwehr Flegessen das Löschen des Radladers übernahm und die übrigen Feuerwehren die Wasserversorgung über zwei Hydranten von der B 442 aus sicherstellten, begann die Rettung der Schwerverletzten. Ein schwieriges Unterfangen: Über eine Steckleiter wurden zwei mit Leinen gesicherte Rettungssanitäter des DRK in die Grube hinabgelassen. Dann seilten sich auch Feuerwehrleute ab. Zwanzig Minuten waren vergangen, als die Retter weitere Hilferufe wahrnahmen. Auch in der Brechmaschine befand sich noch eine schwer verletzte Person. Weitere Steckleitern wurden herangeschafft, um zum Unfallort zu gelangen.

Nach 45 Minuten gelang es den Helfern, die eingeklemmte Person aus dem Container zu befreien und zum Rettungswagen zu bringen. Kurze Zeit später waren auch die Verletzten aus der Bruchmaschine und der Grube befreit. Nach rund einer Stunde erklärte der stellvertretende Stadtbrandmeister Sascha Nagel die Übung für beendet. Sein Fazit fiel positiv aus: „Es waren keine groben Mängel sichtbar“. Auch für Detlev Thormann wurden alle Aufgaben gut gemeistert. Für den Ernstfall sei man gerüstet. Mehr als 70 Ehrenamtliche waren mit 18 Fahrzeugen im Einsatz.



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