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Feuerwehr Nienstedt: Ortsbrandmeister ohne Abzeichen

NIENSTEDT. Den Lobesworten folgte am Ende der Eklat: Der Stellvertretende Ortsbrandmeister Christian Schrader hatte nach der Brandmeister-Beförderung seines Ortsbrandmeisters Karl-Heinz Wolf gefragt. Denn eigentlich hat Wolf inzwischen alle Kriterien erfüllt, um auch offiziell verpflichtet zu werden.

Befördert: Tobias (v.l.) und Nina Jeziorsky sowie Alexander Eichler und Alexander Ulbrich bekommen ihre neuen Schulterklappen. Foto: Mensing

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Gert Mensing Reporter

Die Beförderung seitens der Stadtfeuerwehr allerdings fehlt. Somit bleibt Wolf weiterhin Hauptlöschmeister. Der Stellvertretende Bürgermeister Peter Meyer versprach, das Thema umgehend zu klären.

Dabei war die Jahresversammlung der Blauröcke aus der Perle des Deisters bis zu dem Punkt gut verlaufen.

Die Mindestzahl an Einsatzkräften ist zwar noch nicht wieder erreicht, doch fünf Nachwuchskräfte sind aus der Jugendfeuerwehr nachgerückt und ein Ehemaliger zurückgekehrt, so dass nun 16 Männer und Frauen regelmäßig Dienst leisten und die Feuerwehr somit einsatzbereit ist. Die Jugendfeuerwehr existiert derzeit nun aber nur noch auf dem Papier.

Da weder Vertreter der Kreis- noch der Stadtfeuerwehr gekommen waren, verlas Stützpunkt-Ortsbrandmeister Jörg Westphal aus Eimbeckhausen den Jahresbericht aus dem Stadtgebiet. Peter Meyer lobte ebenso wie Ortsbürgermeister Karl-Wilhelm Baule die Einsatzbereitschaft und den Kampf um aktive Einsatzkräfte. Immerhin 178 Förderer unterstützen die Ortsfeuerwehr.

Die „Eimer-Aktion“, bei der man in jedem Haushalt vorstellig wurde und einen Löscheimer verteilte (wir berichteten), hatte zwar viel Mühe bereitet, der erhoffte Erfolg blieb aber aus – durch die Aktion wurden keine neuen Mitglieder gewonnen.

Ortsbrandmeister Wolf bemängelte zudem, dass zu wenig Atemschutzgeräteträger zur Verfügung stehen. Der Bericht über die Übung im Landschulheim verdeutlichte seine Besorgnis: Erst die herbeigeeilten Nachbarwehren aus dem Stützpunkt konnten nach einer halben Stunde mit der Suche nach vermissten Kindern im vermeintlich brennenden Haus starten.

Lobend ist aber die Bereitschaft, an Fort- und Ausbildungsmaßnahmen teilzunehmen: Die Neulinge Nina und Tobias Jeziorsky sowie Alexander Eichler und Alexander Ulbrich haben bereits ihre Ausbildung zum Feuerwehrmann oder zur Feuerwehrfrau absolvierten und wurden nun befördert.

Als Schriftführer und Jugendfeuerwehrwart wurde Klaus Jeziorsky wieder gewählt, Conny Kropp steht weiter als Stellvertreterin für den Nachwuchs zur Verfügung. Kassenwart der Ortswehr bleibt Sven Nagel.

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