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Welches Haus hat die Nase vorn? / Tragkraftspritze für Vornhagen statt Geld für Digital-Umrüstung

Feuerwehr: 100 000 Euro nur fürs Planen

Samtgemeinde Lindhorst (gus). Der Feuerschutzausschuss der Samtgemeinde Lindhorst hat sich dafür ausgesprochen, 15 000 Euro für eine neue Vornhäger Tragkraftspritze in den Etat 2012 zu stellen. Für die Feuerwehrhäuser Lüdersfeld und Heuerßen stehen lediglich die Planungskosten im Haushalt.

Im Bereich Brandschutz plant die Kommune rund 250 000 Euro an Investitionen. Der Zuschussbedarf beläuft sich demnach auf 210 000 Euro. Ein Restbetrag in Höhe von 110 000 Euro für ein neues Fahrzeug der Feuerwehr Lindhorst ist darin enthalten. 100 000 Euro sieht die Samtgemeinde für Planungskosten der Feuerwehrhäuser Lüdersfeld und Heuerßen vor. Nach Worten Wolfgang Fischers ist die Frage der Nutzbarkeit der von den Gemeinden zur Verfügung gestellten Flächen noch nicht geklärt. Dies zu prüfen, nehme mehr an Zeit in Anspruch, als gedacht. In Lüdersfeld gestalte sich die Sache einfacher als in Heuerßen.

Ausschussvorsitzender Frank Stahlhut erkundigte sich, ob es unbedingt sein muss, für beide Häuser Planungskosten in Höhe von jeweils 50 000 Euro zu veranschlagen. Da beide baugleich sein sollen, könne möglicherweise gespart werden. Dies wies Fischer nicht von der Hand, aber wegen der unterschiedlichen Voraussetzungen sei kaum denkbar, völlig identische Gerätehäuser zu errichten. Auch ein zeitgleiches Bauen zweifelte Fischer an.

Wilfried Schröder fragte daran anknüpfend, wie realistisch ein Planungsstart für Heuerßen in 2012 überhaupt ist und ob dann die Planungskosten nicht auch deshalb zu reduzieren seien. Stahlhut schob ein, er glaube, dass die Frage nach der Nutzbarkeit des Grundstücks neben dem Heuerßer Friedhof leicht zu klären ist. Deshalb könne schon in 2012 geplant werden.

Dem widersprach Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther nicht. Sollte es möglich sein, das Grundstück ohne Änderung des Flächennutzungsplans für ein Feuerwehrhaus zu verwenden, stehe einem Planungsstart nichts im Wege. Sollte der Flächennutzungsplan geändert werden müssen, steht ein langwieriges Prozedere ins Haus, bei dem beispielsweise Naturschutzbehörden sowie Ver- und Entsorger zu Stellungnahmen gebeten werden.

20 000 Euro sollten „vorsichtshalber“ für das Umrüsten auf Digitalfunk in den Etat eingestellt werden. Eigentlich hätte laut Fischer bereits auf digitale Technik umgeschaltet werden sollen. Jetzt ist der Starttermin für Ende 2013 avisiert. Es sei aber nicht auszuschließen, dass es erst in 2014 so weit sein wird, weil sich bis dahin der Betrieb der Rettungsleitstelle verschieben könnte. Eine Prognose wagte Lindhorsts Brandmeister Jörg Böhnke dahin gehend nicht.

Da kaum damit zu rechnen sei, dass die 20 000 Euro in 2012 benötigt werden, empfahl der Ausschuss, stattdessen 15 000 Euro für das Ersetzen der Tragkraftspritze der Feuerwehr Vornhagen zur Verfügung zu stellen. Fischer verwies auf weitere dringend zu behebende bauliche Mängel an einigen Feuerwehrhäusern in der Samtgemeinde, wofür allerdings kein Geld übrig sei.




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