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Wissenschaftler bestimmen Reiserouten und Abstammungsgeschichte

Feuer-Ameisen erobern die Welt

Washington. Rote Feuerameisen kamen vermutlich als blinde Passagiere auf einem Frachtschiff aus Argentinien in den Süden der USA. Im Gefolge des weltweiten Handels und Tourismus verbreiteten sie sich in große Teile der Welt: Kalifornien, China, Hongkong, Macao, Taiwan, Australien, Neuseeland sowie die Karibik wurden in mindestens neun Invasionen direkt von den USA aus erobert, berichtet ein internationales Forscherteam nach einer Untersuchung des Ameisen-Erbguts im Fachmagazin „Science“ (Bd. 331, S.1066). Ausgehend von diesen Daten rekonstruierten die Wissenschaftler die Abstammungsgeschichte der Ameisen – und damit ihre Reiseroute um die Welt. Die meisten Invasionen fremder Arten geschehen auf den Transportwegen des Menschen, schreiben die Forscher. Angesichts des steigenden weltweiten Handels werden solche Ereignisse in Zukunft vermutlich noch zunehmen. Temperatur und Niederschlagsdaten zeigten, dass Feuerameisen theoretisch auf der Hälfte der gesamten Landmasse der Erde heimisch werden könnten. Allein in den USA belaufen sich Angaben der Forscher zufolge die Kosten, die durch die Feuerameisen verursacht werden, auf sechs Milliarden US-Dollar (4,4 Milliarden Euro) jährlich. Sie entstehen etwa durch medizinische Behandlungen oder die Bekämpfung der Tiere.

Rote Feuerameisen gelten als sehr aggressiv. Foto: dpa

Autor:

Anja Garms

Rote Feuerameisen gelten als sehr aggressiv. Sie attackieren vor allem andere Ameisenarten, was in den südlichen USA fast zur Ausrottung der dort heimischen Arten geführt hat. Aber auch der Mensch wird von den Ameisen gelegentlich angegriffen. Sie injizieren ein Gift in die Beißstelle. Die Haut wird rot und brennt, es bilden sich Pusteln. Gefährlich ist dies vor allem für Allergiker.



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