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Feuer auf dem Schulhof

Eimbeckhausen. Einen gehörigen Schrecken hat Roman Ozga gestern früh bekommen, als er zur Grundschule Eimbeckhausen kam. Der Hausmeister fand bei seinem Eintreffen um 8 Uhr einen großen Haufen Asche unter einer zur Hälfte abgebrannten Fichte vor.

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Am Donnerstagabend gegen 19 Uhr hatte Ozga das Schulgelände verlassen. Die Täter müssen demnach am Abend oder in der Nacht dort ihr Unwesen getrieben haben. Zuerst schoben sie einen Altpapiercontainer, der 20 Meter entfernt stand, unter den Baum, wo sie ihn anzündeten. Der Container brannte vollständig nieder. Geblieben sind nur die Rollen. Das Feuer hatte auch auf die Fichte übergegriffen und auf einen Holz-Papierkorb, die beide in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Das Feuer, so die Vermutung, ist wohl von selbst wieder erloschen – die Feuerwehr wurde nicht gerufen. „Erstaunlich, dass niemand das Feuer bemerkt hat“, sagt Rektorin Barbara Schnabel. Unmittelbar um die Schule herum stehen keine Wohnhäuser – die Sicht der nächsten Nachbarn ist durch hohe Hecken behindert. Trotzdem hofft Schnabel, dass sich noch Zeugen melden werden. „Es ist ein Schock morgens herzukommen und so etwas vorzufinden. Wir können von Glück reden, dass es bei dem starken Wind nicht auf das Schulhaus übergegriffen hat.“ Es habe vor vier oder fünf Jahren häufiger Probleme an der Schule gegeben, aber solch ein Vorfall sei einmalig.

Die Polizei hat die Brandstiftung aufgenommen. Die Beamten nahmen auch eine Sektflasche mit, die auf einem Tisch nahe der Brandstelle stand, machten Schnabel allerdings wenig Hoffnung, die Täter auf diesem Weg aufzuspüren. „Hier sitzen häufiger abends Jugendliche und feiern“, hat Ozga beobachtet. Er beseitigt jetzt die Spuren der Brandstiftung, „schließlich haben wir am Sonntag hier wieder die Stichwahl vor Ort“.col

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