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„glücklich clubbing“ bringt Frankfurter House-Szene mit lebendiger und neuer Musik in die Pfortmühle

Fette Beats statt fetter Knödel im „Böhmerwald“

Hameln (hx). „Aus Böhmen kommt die Musik“ – hinter diesem Titel vermuten die meisten Musikkenner eher Peter Alexander als die House-DJ-Legenden Mario Aureo, Timztar oder Boris Rubin. Der 25-jährigen Wibke aus Posteholz und Freundin Vanessa aus Hameln war allerdings klar, dass zum „glücklich clubbing“ in der Pfortmühle Stimmung bis zum Sonnenaufgang angesagt ist. „Wir wollen tanzen, neue Kontakte knüpfen und vor allem super House Musik hören“, gaben sich die jungen Damen erwartungsvoll.

Und sie kamen voll auf ihre Kosten. Der erst 28 Jahre alte Besitzer des eigentlichen Speiserestaurants „Böhmerwald“, Payam Darabat, hatte die alte Generatorhalle, in der den Gästen sonst überwiegend böhmische Knödel serviert werden, in eine House-Location umgewandelt. Passend zur vibrierenden, wummernden Musik die Beschriftungen der alten Schalttafel mit „Generator“ und „Erreger“. Die den ganzen Abend durchlaufenden Beats erinnerten dann auch an die einstigen Arbeitsgeräusche der großen Gussteile in der Generatorhalle.

Und auch abseits der üblichen Disco-House-Musik war dieser Abend wirklich etwas Besonderes. Jan Krone und Benni Rakete sind die Local-DJ´s und inhaltlichen Organisatoren des Events. „Wir wollten die Frankfurter Szene nach Hameln holen und den Rhein-Main-House vorstellen, wie man ihn zum Beispiel im Cocoon-Club in der Main-Metropole hört. Das ist lebendige, neue Musik und keine Verwertung von alten Sachen“, erklärt Jan Krone und fügt hinzu: „Diesen konsequenten House-Stil kennen viele noch nicht.“ Und auf die Fragen nach den weitgehend fehlenden Texten erklärt Krone: „Vocal-House ist nicht so unsere Sache, unsere Musik lebt von den Beats und dem Rhythmus“.

Eine Fangemeinde gibt es für diesen klassischen House-Stil auch schon in Hameln, das bewiesen allein die weit mehr als 200 begeisterten Musikfreunde, die ab Mitternacht die Pfortmühle eroberten. Und nicht nur die Jungen 18 bis 25-Jährigen tanzten in die Nacht. Auch der mittvierziger Jörg aus Hameln und seine Bekannte Petra (38) aus Lüneburg waren mittendrin und beileibe nicht die Einzigen dieser Altersgruppe. „Wir fühlen die Musik und lassen uns treiben. Da ist es egal, wie alt Du bist“, so ihr Statement zu Klängen weit ab von Andrea Berg.

Nicht einzelne Interpreten, sondern Labels bestimmen die Szene. „Cadenca“, „Oslo“, „Cecille“ oder „Vacant“ führten klanglich durch den Abend und gaben mit ihrer in der Tat sonnigen, fröhlichen Musik, die zunächst an einen Ibiza-Urlaub erinnerte, der Überschrift des Events „glücklich clubbing“ einen echten Sinn.




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