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"Joch'n' Roll": Technikprobleme

Festival: Regen, Schlamm - und zu wenig Besucher

Rehren (rnk/sb). Mit beruflich geschultem Blick schaut Harald Groß über Park- und Campingplatz. 300, höchstens 400 Besucher, so schätzt der Polizeihauptkommissar, sind es bislang, die den Weg zum ersten "Joch'n'Roll-Festival" auf Auetaler Boden gefunden haben.

Groß ist in amtlicher Mission unterwegs. Er sucht und findet das Gespräch mit dem Sicherheits-Chef, verteilt Handy- und Durchwahlnummern zu den Wachhabenden an diesem Wochenende und erklärt Spielregeln. Sicher ist sicher, doch dass es Ärger gibt, glaubt Groß nicht. Trotz des zuweilen martialischen Aussehens der Besucher und der Bandmitglieder hat es zumindest im letzten Jahr keinen Ärger gegeben, als das Festival seine Premiere in Hameln feierte. Es ist 14 Uhr, als Groß unterhalb der Oelberger Brücke die Lage sondiert. Das Festival, so schätzt der Hauptkommissar, "das beginnt jetzt erst richtig, denn jetzt haben die potenziellen Besucher ja erst Wochenende." Er soll recht behalten, wenig später kommen die Autos im Minutentakt. Aber mehr als 500 bis 600 Festivalfans sind es bis zum späten Freitagabend nicht, die den Weg ins Auetal gefunden haben. Von der angestrebten Besucherzahl von 2000 bis 2500 sind die Organisatoren ähnlich weit entfernt wie die Rolling Stones vom nächsten guten Album. Probleme gibt es auch. Erst mit dem Wetter, weil gegen Regen kein Kraut gewachsen ist: Aber ein Paar Bunde Stroh vor der Bühne - und schon kann vor der Hauptbühne auf trockenem Untergrund getanzt und mitgefeiert werden. Der Rest des Platzes hat sich in eine Schlammlandschaft verwandelt. Als wesentlich gravierender erweist sich indes der Teilweise-Ausfall der kleineren, zweiten Bühne. Geplant war, dass die Bands umschichtig auftreten: Während auf der einen Bühne gespielt wird, wird auf der anderen aufgebaut. So würden lange Umbaupausen vermieden. Da die Bühne aber ausfiel, spielte sich bis gestern 18 Uhr alles auf der Centerstage ab - das Programm verschob sich entsprechend nach hinten, viele Gruppen mussten ihr Programm kürzen. Dass zudem einige Bands ausfielen und sich die Auftrittlage auf der großen Bühne dadurch wieder entspannte, dürfte für die Veranstalter nur ein kleiner Trost sein. Wer dagegen als Speedmetal-Fan nach längerem Anfahrtsweg ins Auetal gekommen ist und dann feststellen darf, dass nun ausgerechnet "seine" Band nicht auftritt, dürfte entsprechend sauer sein. Eine ausführliche Bilanz des Festivals gibt es in der Montagsausgabe.




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