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"Joch'n'Roll": Sieben Aggregate erzeugen 600 000 Watt Strom / Probleme mit Gerüchten

Festival: "Für uns ist der Ort hier genau richtig"

Rehren (sb). 12 Uhr gestern Mittag: Aus dem Golf dröhnt die Band "Korn" - Lars Bünning und sein Sohn Felix Loos stimmen sich musikalisch auf die nächsten Tage ein. Sie sind die Ersten, die auf der Campingwiese des Joch'n'Roll-Festivals ihr Zelt aufschlagen, sechs Stunden Fahrt hat das aus der Nähe von München stammende Duo auf sich genommen. Das Vater-Sohn-Gespann hat von Freunden aus der Umgebung von dem Auetaler Festival gehört - überzeugt hat sie schließlich das "ziemlich gute Line-up", so Felix Loos.

Mit dem Aufbau beschäftigt sind nicht nur die Festival-Freunde - auf dem ganzen Gelände wird kräftig gearbeitet. Auch Robert Franke, Angestellter der Firma Börder, sorgt seit gestern dafür, dass das gesamte Gelände mit Strom versorgt wird. "Insgesamt", erklärt er, "stehen hier sieben Aggregate, die circa 600 000 Watt Strom erzeugen - alleine die beiden Bühnen vor der Brücke benötigen davon rund die Hälfte." Das Stichwort Bühne bereitet Gerd Siepmann gestern Mittag nur noch leichte Magenschmerzen: Die für Stabilität sorgenden Wassertanks am Fuße der Sparkassenbühne müssen noch vor dem Aufbau von der Feuerwehr befüllt werden. "Dafür", so Siepmann, "steht die Centerstage schon komplett". Hier starteten gestern Abend um 17.30 Uhr "Kamasutra 69" das dreitägige Festival. Viel größere Sorgen machen dem "Berater", wie Siepmann sich selber nennt, die im Internet kursierenden E-Mails. So sei in den letzten Tagen das Gerücht umgegangen, das Festival falle aus. "Sieht das hier etwa nach Ausfallen aus?" Recht hat er. Daher ist die Kripo bereits eingeschaltet. Seine Gedanken, wer dahinter stecken könnte, will er zwar nicht verraten, "allzu viele Möglichkeiten gibt's da aber nicht", erklärt er. Trotz kleinerer Probleme bleibt Siepmann optimistisch: "So langsam läuft es - um 16 Uhr muss dann alles perfekt sein". Für die Versorgung der 2500 erwarteten Besucher ist bis dahin mit Sicherheit gesorgt: Vier Bier-, ein Cocktail- und fünf Essensstände sorgen für das leibliche Wohl. Routiniert sind auch Michael Fackel und seine Kollegen: Seit gestern bauen sie ihre Cocktailbar auf. Ob bis zur Eröffnung um 16 Uhr alles steht? "Na klar", so Fackel gelassen, "das ist ja fast wie Urlaub hier." Über das Gut Ölbergen als Veranstaltungsort für 2009 lässt sich Cheforganisator Siepmann schon zu einer Aussage hinreißen: "Natürlich müssen wir erstmal schauen, wie es in den nächsten beiden Tagen läuft, aber eigentlich ist das hier für unsere Zwecke genau das Richtige". Wann er sich dasnächste Mal entspannen kann? "Montag - oder sagen wir lieber Dienstag, wenn alles vorbei ist." Auch Lars Bünning und Felix Loos müssen dann weiter, das nächste Festival, das "Spirit on the Streets" in Magdeburg, ruft.




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