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Tempel in Lügde zieht zahlreiche Besucher an

Festival für alle Sinne

LÜGDE. Ein Festival für alle Sinne, verbunden mit thailändischer Kultur, erlebte Lügde nun bereits zum fünften Mal auf dem Gelände des Vereins Wat Charoen Dham in der Brunnenstraße.

Der Verein betreibt das Kulturzentrum und ist auch Veranstalter des Kulturfestes. Rund 2 000 Besucher, darunter mehrere hundert Thais aus ganz Deutschland, waren nach Lügde gekommen, um dieses farbenprächtige, fröhliche und friedliche Kulturfest zu verfolgen.

Als Ehrengast war zum wiederholten Mal das buddhistische Oberhaupt Thailands, der 90-jährge Vorsitzende des „Wat Nong Waeng“ aus Khoen Kaen, Long Pho Phratep Wongsacharn, aus Thailand angereist. Er hielt ebenso eine Begrüßungsansprache wie der Vize-Generalkonsul Thailands in Deutschland, Pongsathon Chudasmita. Beide zeigten sich begeistert von der positiven Entwicklung, die das Zentrum in Lügde genommen hat. Es gilt inzwischen als Treffpunkt für die Buddhisten aus der Region, aber auch weit darüber hinaus.

Bis vor sechs Jahren war der heutige malerische Tempel noch eine einfache Feldscheune. Mit erheblichen privaten Spenden finanziert, wurde dieses landwirtschaftliche Gebäude komplett außen und innen mit der Unterstützung des Lügder Zimmereibetriebs Ohms um- und ausgebaut. Spezialisierte Künstler aus Thailand entwarfen die buddhistischen Motive für die handgemalten Vertäfelungen an Wänden und Decken.

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Filigrane Bewegungen bis in die Hände und Finger der Folklore-Tänzerinnen kennzeichnen traditionelle thailändische Tänze, wie hier aus dem Nordwesten des Landes. FOTO: afk

Dominiert wird der helle Raum von einer vier Meter hohen und 2,5 Tonnen schwere Buddha-Statue, die eine Thailänderin für den Lügder Tempel gestiftet hatte.

„Es ist die größte Buddha-Statue in Deutschland überhaupt“, betonte der Vize-Generalkonsul, der zum ersten Mal nach Lügde gekommen war und sich begeistert von dem Fest zeigte. Es war ein zweitägiges Festival mit jeder Menge Unterhaltung, Information und Kultur. „Es ist auch ein Spiegelbild Thailands“, freute sich Pongsathon Chudasmita und meinte die zahlreichen Stände mit gastronomischen Angeboten, Lebensmitteln und Kulturartikeln sowie Souvenirs aus Thailand. „Es gehört einfach dazu, dass sich Familien mit thailändischem Bezug zu solchen Anlässen treffen und ihren Zusammenhalt in der Fremde fördern“, sagt der Vize-Konsul, der nach Stationen in Hanoi und Rom nun seit vier Jahren mit seiner Familie in Frankfurt residiert.

Auf einer Bühne lief an beiden Tagen ein Unterhaltungsprogramm ab, mit traditionellen Solo- und Gruppentänzen aus den verschiedenen Regionen Thailands. Beeindruckend dabei die Kostüme, aber auch die bis die Fingerspitzen ausgeführten filigranen Bewegungen von Tänzerinnen und Tänzern, die sich als Folkloregruppen organisiert haben und aus Hannover und der Region angereist waren. Jede Darbietung wurde vom Publikum mit viel Beifall gefeiert. Die Akteure erhielten als Anerkennung für ihre Leistung von den Zuschauern bunte Ketten umgelegt.

Erfreulich sei, dass immer mehr Lügder und Menschen aus der Region zu diesem Kulturfest der Thais kommen, um sich auch vom Inneren des Tempels faszinieren zu lassen.

Der Erlös dieses Fest wird dazu genutzt die Anlage weiter zu komplettieren, denn alles wird ausschließlich aus Spenden finanziert. Allein kann das der nur 24 Mitglieder zählende Lügder Verein nicht stemmen.afk




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