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Rodenberger Mühle: Noch keine Zusage für EU-Förderung

Fest zum Wiederaufbau fällt flach

Rodenberg (bab). Der Zeitplan zum Wiederaufbau der Rodenberger Windmühle gerät durcheinander. Der anvisierte Termin für den Aufbau des Daches muss verschoben werden. Grund ist die Verzögerung bei der Gewährung von EU-Fördermitteln. Ursprünglich wollte die Interessengemeinschaft (IG) zum Erhalt der Rodenberger Windmühle im September mit einem großen Fest ihr 30-jähriges Bestehen und den Wiederaufbau feiern.

Seit mehr als zwei Jahren ist das Rodenberger Wahrzeichen flügel

"Ein Monat ist uns schon flöten gegangen", sagt Heinrich Grabemann, Vorsitzender der IG-Windmühle, zur Terminplanung. Wenn die Zusage für die EU-Mittel jetzt käme, wäre das Dach frühstens Ende Oktober drauf, schätzt er die Lage ein. "Daran hängen ja auch alle anderen Mittel", erklärt Grabemann die Bedingungen der Förderung. Auch die Mittel des Landkreises von rund 11 000 Euro werden nur gezahlt, wenn die EU mitzieht. 23 000 Euro erwartet sich der Verein aus der europäischen Förderung. Auch die Firma, die die Arbeiten erledigen wird, stehe bereits in den Startlöchern und müsse vertröstet werden. Die Zuschlagsfrist laufe bis Ende September, so Grabemann. Notfalls müsse sie verlängert werden. Das Dach soll auf dem Firmengelände vorgefertigt, dann auseinandergenommen und später auf der Mühle fest installiert werden. Der Zeitplan sei allerdings solange offen, bis die Freigabe der Mittel zugesagt werde. Im April 2005 war bei Sanierungsarbeiten am Kopf der Mühle ein Feuer ausgebrochen und hatte das gesamte Dach zerstört. Danach ging die Mühle vom Privatbesitz in die Eigentümerschaft des Vereins über. Seither versucht der Verein, den Wiederaufbau zu forcieren. Durch umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Fassade und im Inneren der Mühle, hatte die IG bereits hohe Beträge investiert. So kann das Dach nur durch Hilfe von Fördergeldern wieder errichtet werden. Die IG hatte sich 1977 gegründet. Zur Fertigstellung wollte der Verein deshalb im September ein Mühlenfest feiern. Das fällt nun flach. "Das können wir auch später machen", sagt Grabemann. Vielleicht werde die Interessengemeinschaft das Richtfest mit einer kleinen Feierstunde begleiten. Dazu muss jedoch auch erst der Startschuss fallen. "Keiner weiß genau, wann", sagt der Vorsitzende.

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