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Gaffelabrechnung war ein Großereignis

Fest im Hagener Hof

HAGEN. Auf dem Hagen werden Traditionen bewahrt.

Ein Garant dafür ist der Gaffelverein von 1841. Ein Abschiedsfest für Landwirtschaftshelfer, Ziegelarbeiter und Handwerker, bevor sie „in die Fremde“ gingen. Die Männer ziehen von Haus zu Haus, immer dabei eine Gaffel. Dieses gabelähnliche Gerät tauchte 1881 auf. 90 Jahre später kam eine zweite Gaffel hinzu, gestiftet von Fred Lohmann und Ewald Grieß. Vor den Häusern machen die Gaffelbrüder halt, eine Musikkapelle spielt, dann rezitiert ein Gaffelbruder den Gaffelspruch, und die Hausbewohner erhalten einen Schnaps. Im Gegenzug hängen sie Wurst oder Käse an die Zinken der Gaffel oder spenden Alkohol oder Geld. Die Gaffelbrüder sammelten 205 Würste, fünf Dosen Wurst, 15 Laib Käse und 82 Flaschen Alkohol. Damit war der Grundstein für eine zünftige Feier gelegt. Außerdem zählten sie 1018 Euro sowie 35 verkaufte Gaffelbecher. Die Feier im Hagener Hof war gut besucht. Alle mit dem Gaffelverein verbundenen Besucher verzehrten die gesammelten Lebensmittel. Noch mehrere weitere Feiern und Versammlungen auf dem Hagen können von den 82 Flaschen Schnaps, Wein und Sekt profitierten, denn die Gaffelbrüder stellten die restlichen Getränke zur Verfügung. Und bevor die Zunftgesellen das Publikum mit verschiedenen Varianten des „Zimmermannsklatsches“ unterhielten, konnte der Chef der Gaffelbrüder, Horst Mundhenk, der Öffentlichkeit seinen Nachfolger vorstellen. Die Leitung der Gaffelbrüder übernimmt Henning Feist. Damit wird sozusagen die Gaffel in die Hände der jüngeren Generation gelegt.ar




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