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100 Veranstaltungen bei der 30. Auflage / Teilnehmerzahlen explodieren

Ferienspaß: Teenies sind nicht mehr für Basteln und Kochen zu begeistern

Rinteln (sb). Beinahe hundert verschiedene Veranstaltungen bietet der 30. Rintelner Ferienspaß unter der Leitung von Stadtjugendpfleger Peter Luden dieses Jahr an. Grund genug, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Bei Ludens erstem Ferienspaß 1992 bot der Veranstaltungskalender nur die Hälfte der heute angebotenen Aktionen, berichtet er. Damals habe man die Kinder noch mit dem Basteln von Steinfiguren und Holzzügen aus den im Wald selbst gesammelten Materialien anlocken können - "diese Aktionen sind heute nicht mehr so im Trend", verrät der Stadtjugendpfleger mit einem Lächeln. Eine weitere, eher traurige Entwicklung konnte Luden in den letzen Jahren beobachten: Die Teilnahme an den diversen sportlichen Aktivitäten sei stark rückläufig gewesen, sodass eine vor zwei Jahren geplante Fahrradtour entlang der Weser aufgrund der geringen Teilnehmerzahl sogar abgesagt werden musste. Dieser "leichte Hänger" nahm dieses Jahr ein Ende. So konnten Angebote wie Tennis, eine Kanu-Tour oder auch Klettern einen "Total-Boom" auslösen - eine "glückliche Wendung", sagt Luden. Neben den sportlichen Aktivitäten bietet der Ferienspaß jedes Jahr Aktionen rund ums Kochen und Backen auch deshalb an, um bereits die Kleinsten an eine "gesunde und ausgewogene Ernährung heranzuführen". Denn Ziel des jährlichen Ferienspaßes ist laut Luden nicht nur der Spaß, sondern auch, die Kinder von PCs und Fast Food wegzulocken und sie vielleicht sogar zum Eintritt in einen Sportverein zu bewegen. Im gleichen Atemzug kritisiert Luden, dass auch der schulische Unterricht in bewusster Ernährung weiter ausgebaut werden müsse. Dass der Ferienspaß eine beliebte Alternative zum Sommerurlaub darstellt, bestätigen auch die jährlich ansteigenden Teilnehmerzahlen. Dieses Jahr, so freut sich Luden, seien diese gar "explodiert", sodass die zur Anmeldung im Brückentorsaal versammelten Kinder mitsamt ihren Eltern eine bis zum Woolworth-Eingang reichende Warteschlange in Kauf nehmen mussten. Generell, so Luden, seien die am Ferienspaß teilnehmenden Kinder völlig verschieden - alle Schulformen, Nationalitäten und Altersstufen sind hier vertreten. Gemein haben die meisten von ihnen jedoch eines: Wie Luden bestätigt, begleiten die Ferienspaß-Aktionen viele der Kinder über mehrere Jahre hinweg. So auch die 13-jährige Nina Bode, die in der Kulisse Traumfänger bastelt. Nina ist schon seit einigen Jahren regelmäßig beim Ferienspaß dabei und darf als "Profi" schon mal die Teilnehmerliste abhaken. Unter der Leitung von Miriam Witte basteln die Kinder zwei Stunde lang Traumfänger, die einer Sage der Indianer zufolge böse Träume einfangen. Mit 13 Jahren ist Nina eine der Älteren in der Runde. Denn ab dem Alter 14, 15 wird es laut Luden schwierig, die Teenies fürs Kochen oder Basteln zu begeistern. Die Fahrt zum Freizeitpark sei dann "schon eher so das Ding". Diese führt nächstes Jahr übrigenszum Heidepark Soltau, wie Luden vorab schon verrät. Und einige der "alten Hasen" sind dann sicherlich wieder mit dabei.




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