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Trotz guter Stimmung fallen bei Feier zum 50-jährigen Bestehen kritische Worte / Luftballon-Wettbewerb für die Kinder

Feggendorfer Schützen: "Wir kämpfen gegen den PC"

Feggendorf (ede). Auf eine 50-jährige Vereinsgeschichte blickt in diesem Jahr der Feggendorfer Schützen-Club zurück. Grund genug, es einmal "richtig krachen zu lassen", meinten die Schützen - deshalb wurde mit viel Musik und Tanz gefeiert. Trotz bester Stimmung auch bei den Gästen, darunter die Vereine aus der Samtgemeinde und dem Kreisverband, kam der kritische Blick auf den Schießsport nicht zu kurz.

Es wurde gefeiert bis zum frühen Morgengrauen - zunächst mit den Bläsern von der FFW Nettelrede, die bereits am Nachmittag zum "Danz op de Deel" aufspielten, dann mit DJ "Enrico", der am Abend für flotte Rhythmen sorgte. Dennoch: Das Ganze dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Vereine nur bedingt Grund zur Ausgelassenheit haben, ließ der Ehrenvorsitzende des Vereins Wolfgang Faber durchblicken. Vor allem der Nachwuchs bereite vielen Vereinen Sorgen, so auch dem Schützen-Club. Die Interessen der Jugend hätten sich verlagert. Vor allem Computerspiele seien konkrete Konkurrenten. "Wir kämpfen gegen den PC", konstatierte der langjährige Vorsitzende. Dabei sei eine Integration ungemein wichtig, nicht nur für den Schützensport, sondern auch im Hinblick auf die Erziehung der Kinder und Jugendlichen. "Vereine haben immer noch einen starken Anteil am Sozialisationsprozess", verdeutlichte Faber. Mittels sportlicher Aktivität könnten wichtige Werte vermittelt werden und Kinder in ihrer physischen, psychischen und sozialen Entwicklung gefördert werden, sagte der Ehrenvorsitzende. Allerdings, so forderte Faber, könne ein Vereinsleben nur funktionieren, wenn sich das Geben und Nehmen im Einklang befinden. "Wenn ich vom Verein profitieren möchte, dann muss ich auch bereit sein, mich zu engagieren, muss bereit sein, Verantwortung für die Gruppe, für die Gemeinschaft zu übernehmen", appellierte Faber. EinRezept dafür, wie die Jugend wieder für den Schießsport und darüber hinaus für verantwortungsvolle Aufgaben motiviert werden könnte, konnte Faber an dem Abend indes nicht vorlegen. Vielleicht haben die Schützen ja unbewusst bereits einen Schritt in die richtige Richtung getan. Denn als die Erwachsenen feierten, kamen die Kinder nicht zu kurz. Denn für diese hatten sich Vorsitzende Christine Röhr und deren Mitstreiter ein buntes Spiel- und Bastelprogramm ausgedacht. Höhepunkt war ein Luftballon-Wettbewerb, bei dem rund 60 Ballons in den Vereinsfarben Grün und Weiß am Start waren. Wer gewonnen hat, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen entscheiden. Denn die Kinder haben an die Ballons Schilder mit ihren Namen und Adressen befestigt. Nun hoffen sie, dass Finder die Karten wieder zurücksenden. Beim Weihnachtsschießen im Dezember sollen Sieger und Platzierte bekannt gegeben werden, versprach Röhr.



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