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Faszination Fernost: Kunstausstellung zu China bei Wilkhahn

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Autor:

Christoph Huppert

Zum einen sind da die Aufnahmen des Starfotografen Michael Wolf zu sehen: Vor Jahren hat er im Rahmen eines Wilkhahn-Projektes „Sitting in China“ mit seinen Bildern die ganz andersartige fernöstliche Sitzkultur dokumentiert. „Zeitdokumente einer verschwindenden Kultur“, umreißt Wilkhahn-Pressesprecher Burkhard Remmers die Einblicke des 1954 geborenen und in Peking lebenden Foto-Künstlers.

Tradition und Moderne in China samt der Rolle der Kultur im momentanen Transformationsprozess skizziert die hannoversche Wissenschaftlerin Dr. Lin Cai, die stellvertretende Leiterin des Leibniz-Konfuzius-Instituts der Universität Hannover. „Aufbau durch Kunst“ und die Stadt-Land-Bewegung sind die Themen, durch die sie den Wandlungsprozess chinesischer Kunst heute charakterisiert.

Chinesische Seidenstoffe aus sonst kaum zugänglichen Kreationen von internationalen Spitzen-Couturiers stellt im zweiten Raum die hannoversche Stoffkünstlerin Erika Knoop vor. Die ebenso transparenten wie fragilen Stoffbahnen, hinreißende Raumteiler aus kostbarer Seide, korrespondieren auf eigenartige Weise mit den fotografischen Stillleben von Michael Wolf.

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  • Viel Andrang herrscht bei der Ausstellungseröffnung.

„Erika ist eine echte Stofffetischistin“, so Ausstellungsmacherin Yvonne Goulbier zu den Arbeiten Knoops, die in Hannover ein Museum für textiles Gestalten unterhält. Die beiden Freundinnen hat Gisela Hahne von der Sammlung Wilkhahn in Goulbiers Atelier in Eimbeckhausen zusammengeführt.

Sitzgelegenheiten aus dem alten China der 90er Jahre als großformatige Fotografien erregen die Aufmerksamkeit der Besucher und in einem abgedunkelten Raum strahlen Lichtrauminstallationen von Yvonne Goulbier vor sich hin. In fluoreszierenden Farben gewinnen die Stacheldrahtobjekte, die Titel wie „Blue Velvert“, „Netzwerk rot“ oder Energiefeld“ tragen, neue, transformierte Realitäten.

Auch die Stoffbahnen von Erika Knoop scheinen mitunter zu glimmen und zu strahlen. So entsteht aus der Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen ein beeindruckender Gesamteindruck, der auf dem gemeinsamen Nenner „China“ wie auf der Tatsache fußt, dass Kunst in der Tat grenzenlos ist – bezogen auf Art und Herkunft der Werke.



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