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Krokusfest leidet unter den Wetterkapriolen

Fast alle Namensgeber sind schon verblüht

Bad Eilsen (sig). "Mit des Himmels Mächten ist kein ew'ger Bund zu flechten." An dieses Dichterwort musste sich die Touristikmanagerin Elke Dralle erinnern, als sie am Sonntagmorgen himmelwärts schaute. Ein Wochenende früher hätte das Krokusfest vermutlich einen Rekordbesuch gebracht. Aber an diesem Tag war das Wetter in den ersten Stunden leider ausgesprochen ungemütlich, und die Gäste warteten erst einmal ab, bis der Regen irgendwann dann doch endlich noch aufhörte.

Den Run auf frischgebackene Rosinenbrote und leckeren Platenkuch

Im Gegensatz dazu hatten aber auch die Krokusse nicht bis zum eigentlichen Frühlingsbeginn gewartet. Nach den ersten wärmeren Tagen hielt es sie nicht mehr im dunklen Erdreich. Und so waren sie dann auch bei dem Fest, dem sie ihren Namen geben, schon nahezu komplett verblüht. Sie überließen das Feld anderen Frühlingsblumen, unter anderem Scillas und Narzissen. Es wirdimmer ein Glücksspiel bleiben, die kurze Blütephase der Krokusse genau zu treffen. Angesichts der schlechten Witterung war es verständlich, dass man das geplante Kinderprogramm ausfallen ließ. Und auch die junge Musiker der Stadthäger Showband "Black Magic" kamen nicht ganz trocken über die Runden. Draußen tat sich nicht allzu viel. "Wir haben zwei Glas Bier ausgeschenkt, der Rest war Glühwein", bekamen wir am Getränkestand zu hören. Und selbst der Backstand mit den leckeren Platenkuchen und dem frischgebackenen Brot war erstmalig seit langem nicht ausverkauft. Nach einem Kurzaufenthalt im Englischen Garten zog es die Besucher dann schnell in die Räume der Kurverwaltung, die zumindest am Nachmittag zeitweise gut gefüllt waren. Was sich ihnen dort bot, hatte in allen Fällen etwas mit heimischem Brauchtum zu tun. So zeigten die "Aalaester Maikens" aus Ottensen, wie man aus Schlagsahne auf herkömmliche Art im Butterfass den beliebten Brotaufstrich herstellt. Zum Würzen verwendete man Salz, Kräutersalz oder auch Schnittlauch und Petersilie. Alternativ konnten die Besucher handgeformten Bauernkäse probieren, der aber nicht erst in Bad Eilsen hergestellt worden war. Er enthielt Kümmel und ähnelte damit weitgehend dem "Harzer Roller". Im gleichen Raum präsentierten sich die Frauen der "Auetaler Spinnstube". Sie hatten unter anderem Flachsrocken mitgebracht, aus denen früher Leinen gesponnen wurde. Aber diesmal wurden auf den Spinnrädern Wollfäden produziert. Daneben wurden warme Strümpfe gestrickt und Deckchen gehäkelt, Im Lesesaal zeigte die Meinser Volkstanz- und Trachtengruppe allerlei Accessoires der Bückeburger Tracht vom "Handschen", über den Queder (Gürtel) bis zur Flügelhaube.

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