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Bornemann-Gebäude als zentrale Anlaufstelle für Familienfragen? / Konzept geht in die Fraktionen

Familienbündnis: Ratssaal ins Familienzentrum

Obernkirchen (rnk). Große Ziele hat sich das Bündnis für Familien gesetzt: Ein Familienzentrum soll geschaffen werden, weil, so formulierte es Bündnis-Sprecherin Dörte Worm im Fachausschuss, Investitionen in Kinder und Familien eine Investition in die Zukunft Obernkirchens seien. Einen Standort hat das Bündnis fürdas Familienzentrum schon: Es ist das leerstehende Bornemann-Gebäude.

Dörte Worm

Chancengerechtigkeit, der Zusammenhalt zwischen Alt und Jung, Männern und Frauen, den Menschen verschiedener Herkunft - Familie müsse wieder ein Erfolgsmodell in der Gesellschaft werden, plädierte Dörte Worm. Und dafür werde das Familienzentrum benötigt, unter dessen Dach Beratung, Information und Bildung ebenso angeboten werden sollen wie die U-3-Krippenbetreuung, ein Cafèteria-Bereich, ein Multifunktionsraum - und der Ratssaal. Während sich das Bündnis unter dem Oberbegriff Beratung, Information und Bildung die Nutzung eines Gebäudeteils für Seminare, Workshops, Vorträge, eine Informationsbörse für Neubürger sowie die Familien-, Senioren- und Behindertenberatung wünscht, sollen bei der Krippenbetreuung 30 neue Plätze geschaffen werden, davon zwölf Ganztagsplätze. Und: Mit dem Fahrstuhl wäre der Bornemann-Spielplatz direkt zugänglich. Als "Türöffner" soll die Cafeteria dienen; als "niederschwellige Möglichkeit, alle sozialen Gruppen zu erreichen." Wie Dörte Worm im Fachausschuss erklärte, seien Generationentreffen, Themenfrühstücke, Mittagstisch und Suppenküche angedacht, um den Caféteria-Bereich als allgemeine Kontaktplattform zu etablieren. Der Multifunktionsraum könnten von der Krippe, den Vereinen oder Bildungsträgern wie VHS für Veranstaltungen, Kino, Vorführungen oder Workshops genutzt werden. Herzstück des Vorschlages wäre die Integration des Ratssaales im Familienzentrum. 120 Quadratmeter würden dafür zur Verfügung stehen, der Raum wäre teilbar, sodass er bei zwei Veranstaltungen auch parallel genutzt werden kann. Die Vorteile, so sagte Dörte Worm, seien eine engere Bindung der Verwaltung und der Politik an die Bürger, mehr Bürgernähe, Nähe zu den Vereinen und den sozial tätigen Institutionen und damit ein leichterer Info-Austausch. Die Folge: Akzeptanz und Identifikation der Bürger mit der Stadt würden wachsen. Generell spreche viel für das Bornemann-Gebäude, erklärte die Bündnis-Sprecherin: Durch den Untermietervertrag mit dem Land Niedersachsen gebe es die Möglichkeit, günstige Konditionen auszuhandeln, da eine Nachnutzung für das Land ebenfalls erstrebenswert sei. Worm: Nicht nur durch die Innenstadtlage, sondern als Knotenpunkt zwischen Fußgängerzone, Lange Straße und Einkaufszentrum Rösertor biete sich das Gebäude an. Eine gute Parkplatzsituation komme hinzu. Bei der Frage der Finanzierung verwies Dörte Worm auf zu beantragende Fördermittel des Lands und des Bundes, Stiftungsgelder, Spenden und Beiträge sowie Eintrittsgelder. Einnahmen könnten aus der Untervermietung der Beratungsbüros erzielt werden. Und zudem sei eine ergänzende Zuschussbeteiligung durch die Stadt Obernkirchen "wünschenswert". Diskutiert wurde im Fachausschussüber das Projekt nicht, es soll erst in den einzelnen Fraktionen beraten werden. Eines scheint sicher: Diskussionsbedarf gibt es dabei genug.



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