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Lesertelefon mit Ulrich Reineking: Unverständnis für Altenheim-Protest, Ruhebänke vermisst

Falsche Verkäufer und Nieten im Nadelstreifen

Rinteln (ur). Jörg-Dieter Schmale ist passionierter Tierfreund und warnt davor, schon beim Einsetzen erster Nachtfröste vermeintlich untergewichtige Igel auf eigene Faust einzusammeln, um ihnen eine Winterbleibe zu beschaffen: "Die haben noch reichlich Zeit, sich Winterspeck anzufressen." Wichtiger wäre es, im Garten Ecken mit Strauchwerk und Laub zu belassen, statt alles bis auf den letzten Rest abzuräumen:"Dann suchen die sich schon selbst ihr Quartier."

Auf dem Flohmarkt in Minden hat sich Ellen Braun für 30 Euro eine Kompakt-Stereoanlage gekauft. "Der Verkäufer versicherte, dass alles in Ordnung sei, und gab sogar eine Adresse an." Er verkaufe das Gerät nur, weil er das Gartenhaus aufgegeben habe, wo die Anlage bisher stand. Zu Hause stellte sich heraus, dass das Gerät in mehreren Funktionendefekt war: "Eine Reparatur lohnt nicht - jetzt muss ich das Ding auch noch entsorgen." Unter der angegebenen Adresse gebe es gar kein Haus mit der genannten Hausnummer: "Ich kann nur davor warnen, solche Käufe zu tätigen, ohne sich den Ausweis zeigen zu lassen!" Karl-Heinz Heisterhagen aus Schaumburg hat eine Mitteilung der Schaumburger Vereine eingereicht, wonach diese am Sonnabend, 29. November, ab 14 Uhr einen Weihnachtsmarkt veranstalten und dafür noch Aussteller suchen, die ihre Erzeugnisse anbieten wollen. Bei der Veröffentlichung sei dann aber nicht erwähnt worden, dass bereits ein umfangreiches Programm organisiert wurde: So gibt es Blasmusik und Chorgesang, der Weihnachtsmann hat seine Stippvisite angekündigt und neben herzhaftenSpeisen steht auch ein großes Kuchen-Buffet zur Verfügung. Wer mit einem in diesen adventlichen Rahmen passenden Angebot dabei sein möchte, kann sich jetzt schon bei Gisela Stasizek unter (05152) 4815 oder Werner Franke unter (05152) 5617 melden. Genügend Ruhebänke in angemessenen Abständen vermisst Hilde Brakemeier , die in einem Seniorenheim in Bad Eilsen lebt. "Hier wohnen so viele alte Menschen, die etwa den langen Weg vom Kurpark zum Waldrand und zurück kaum bewältigen können, wenn sie nicht zwischendurch mal ausruhen können." Dadurch falle es vielen sehr schwer, mal eben zum Kaffeetrinken oder Spazierengehen aufzubrechen. Hier solle man doch umgehend für Abhilfe sorgen und weitere Sitzgelegenheiten speziell auf dieser Strecke schaffen. Irmtraut Stein fragt sich angesichts der gegenwärtigen Krise auf dem Finanzmarkt, "ob diese Nieten im Nadelstreifenanzug" sich überhaupt noch vorstellen können, wie es Rentner verbittert, dass plötzlich von der Regierung Milliarden zur Schadensregulierung aufgeboten werden, während die Verantwortlichen noch mit hohen Pensionen und Abfindungen belohnt werden: "Und wir sollen bei steigenden Preisen mit fünf oder sechs Euro mehr im Monat klarkommen!" Angesichts der Proteste von Denkmalsschützern gegen den Bau eines Altenheims auf dem ehemaligen Rohbraken-Gelände am Seetor meint Rudolf Koch : "Wo waren diese Herrschaften denn mit ihren Protesten, als der Hochbunker für das Job-Center an der Dauestraße gebaut wurde?" Die jetzt vorgesehene Lösung sei jedenfalls besser als das, was da vorher war und wohl auch auf lange Zeit weiter gestanden hätte.




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