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"Falsche Polizeibeamte" in Springe und Bad Münder

SPRINGE/BAD MÜNDER. Die Polizei Hannover und die Polizei Bad Münder warnen aus aktuellem Anlass vor "falschen Polizeibeamten". Seit gut einer Woche häufen sich Trickanrufe bei Bürgern in der Landeshauptstadt und der Region Hannover. Zwei Fälle wurden zudem in Bad Münder und einer in Coppenbrügge gemeldet.

Die Täter geben sich als Polizeibeamte aus und versuchen, Geld und Wertgegenstände zu erlangen. Die Kripo warnt deshalb vor der Masche und gibt Tipps, wie man sich schützen kann.

Bereits seit dem 10. November mehren sich die Hinweise aus der Bevölkerung auf die Trickbetrüger. Nach derzeitigen Erkenntnissen täuschen die Täter vor, dass sie bei der Polizei arbeiten. Die Anrufer berichten von Einbrüchen oder Überfällen, die sich angeblich in der Nachbarschaft des Angerufenen zugetragen hätten. Dabei werden auch existente Straßennamen genannt, um die Glaubwürdigkeit zu steigern. Außerdem fordern die Täter die Betroffenen auf, sich über die Notrufnummer 110 rückzuversichern. Technisch wird das Gespräch aber gehalten und der Notruf nur vorgegaukelt.

Den Angerufenen wird vermittelt, dass sie nun selbst in Gefahr eines Überfalls oder Einbruchs seien und ihre Wertsachen besser der Polizei übergeben sollten. Die Bank solle in keinem Fall eingeschaltet werden. Daher wird in vielen Fällen von einem "korrupten Bankmitarbeiter Herr Langer" gesprochen. Anschließend werden die verängstigten Leidtragenden von den falschen Beamten aufgefordert, ihr Geld zu übergeben.

Senior aus Pattensen wird Opfer der Masche

Auf der Suche nach Opfern führen die Täter erfahrungsgemäß eine Vielzahl an Anrufen durch. Derzeit stellt die Kripo Hannover wieder eine Häufung fest und rät zu gesundem Misstrauen. In zwei Fällen hatten die Täter bereits Erfolg: Ein 89-Jähriger aus Pattensen gab 50.000 Euro an die falschen Polizeibeamten heraus. Eine weitere Seniorin aus Hannover wurde gar um 60.000 Euro und ihre Goldmünzen betrogen.

Die Polizei gibt folgende Tipps:

Man soll am Telefon keine Angaben zu den Vermögensverhältnissen, Kontoverbindungen oder anderen persönlichen Daten machen - Polizeibeamte erfragen personenbezogene Daten nie am Telefon. Die Bürger sollen in keinem Fall auf Geldforderungen oder die Übergabe von Wertgegenständen eingehen. Die Polizeiausweise sollen sorgfältig überprüft werden - im Zweifel sollte man in der örtlichen Dienststelle nachfragen. "Lassen Sie keine Fremden in Ihr Haus bzw. Wohnung. Setzen Sie sich mit Ihrer örtlichen Dienststelle in Verbindung, wenn Sie einen Anruf von einem mutmaßlichen Polizisten erhalten haben oder wählen Sie den Notruf, nachdem Sie den Anruf zuvor eigenständig beendet haben", betont die Polizeidirektion Hannover.




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