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Fakten

Der Große Zapfenstreich ist eine musikalische Veranstaltung der Truppe und gilt als das bedeutendste militärische Zeremoniell.

Der Kern des Großen Zapfenstreiches hat sich seit seiner Entstehung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts trotz wechselnder Staats- und Gesellschaftsformen in unserem Lande unverändert erhalten. Zur Zeit der Lands knechte war es Brauch, abends zu einer festgesetzten Stunde in den Feldlagern die Ordnung des Lagers für die Nacht herzustellen und den Beginn der Nachtruhe anzuzeigen. Das Zeichen für den Beginn der Nachtruhe wurde vom Profoss gegeben, der in den Söldnerheeren der damaligen Zeit die Regimentsjustiz innehatte. Zu den Klängen von Trommler und Pfeifer zog der Profoss durch die Schänken und Wirtshäuser und gebot mit einem Schlag oder Streich auf den Zapfen des Fasses das Ende des Ausschankes. Der Wirt durfte keine Getränke mehr ausschenken, die Landsknechte mussten die Schänke verlassen und sich zur Nachtruhe begeben. Aus solchen Amtshandlungen entwickelten sich im 17. Jahrhundert die unterschiedlichen Signale als Befehl für den Beginn der Nachtruhe. Neben seiner Funktion im Truppenalltag erhielt der Zapfenstreich im Laufe der Zeit auch eine zeremonielle Bedeutung. Mit Kabinettsorder vom 10. August 1813 verfügte König Friedrich Wilhelm III, dem Zapfenstreich ein Abendlied folgen zu lassen, militärisches Brauchtum in den Zapfenstreich mit aufzunehmen und zu einem militärischen Zeremoniell zusammenzufügen. In den folgenden Jahren wurde das Zeremoniell immer häufiger aufgeführt und vor allem als feierlicher Abschluss in repräsentative abendliche Militärkonzerte einbezogen. Dem Wunsch, diese Abendkonzerte immer aufwändiger und in immer größerem Rahmen zu gestalten, folgte im Jahr 1838 der durch den "Direktor sämtlicher Musikchöre des Königlich Preußischen Garde-Korps", Wilhelm Wieprecht geschaffene Große Zapfenstreich, der am 12. Mai 1838 in Berlin zum ersten Mal aufgeführt wurde. Der Große Zapfenstreich



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