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Fahrer auf Kokain, Mitfahrer bewaffnet

BAD MÜNDER. Dass sie ein gutes Gespür für Fahrer unter Drogeneinfluss haben, haben mündersche Polizisten bereits mehrfach bewiesen. Am Freitagabend lagen sie erneut richtig, als sie einen BMW auf der Rahlmühler Straße stoppten – mehrere Festnahmen waren das Ergebnis.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Ein 20-jähriger Münderaner, der mit einer scharfen und durchgeladenen Waffe geflohen war, wanderte in Untersuchungshaft.

Gegen 19 Uhr hatte eine Streifenwagenbesatzung den BMW zur Kontrolle angehalten. Vier Männer saßen im Auto. Beim 20-jährigen Fahrer hatten die Polizisten schnell den Verdacht, dass er unter Drogen stand – sie baten ihn zum Vortest, der positiv ausfiel und auf Kokainkonsum hinwies.

Noch während der Kontrolle flüchtete ein 20-jähriger Mitfahrer aus dem Fahrzeug. Er versteckte eine Tüte auf einem angrenzenden Grundstück in der Nähe eines Buswartehäuschens, bevor er wieder von den Beamten eingeholt werden konnte. Die Polizisten forderten Unterstützung an, um das Areal abzusuchen – und ein Diensthund stieß auf die Tüte, in der sich neben der scharfen Pistole auch Substanzen befanden, bei denen es sich vermutlich um Drogen handelt. Die Analyse steht noch aus, aber etwas anderes würde die Ermittler zumindest wundern. „Sowohl beim Fahrer als auch zu den weiteren Pkw-Insassen, 20, 22 und 24 Jahre alt, liegen Erkenntnisse vor, dass sie dem Drogenmilieu angehörig sein sollen“, sagt Polizeisprecher Jens Petersen.

Bei einem Mitfahrer wurde Bargeld aufgefunden. „Aufgrund der vorliegenden Vorerkenntnisse und Gesamtumstände muss derzeit angenommen werden, dass es sich dabei um Dealgeld handelt“, so Petersen.

Bei der Durchsuchung des BMW und der Insassen wurden auch Utensilien für den Drogenkonsum und gefährliche Gegenstände gefunden. An Bord hatten die vier polizeibekannten Männer aus Bad Münder, Hameln und Emmerthal unter anderem Reizgas und Messer, aber auch eine Wurfaxt und Baseballschläger.

Die Männer wurden vorläufig festgenommen. Gegen sie wird wegen des Verdachts der bandenmäßigen Begehung von Straftaten ermittelt, zudem werden ihnen Verstöße gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen. Gegen den 20-jährigen Münderaner, der die Waffe versteckte, wurde Haftbefehl erlassen. „Er wurde inzwischen einer Justizvollzugsanstalt zugeführt“, erklärt Petersen.




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