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Extremsportler kommen gesund ins Ziel

Bad Münder. Der Marathonlauf, bei dem Sportler eine Distanz von 42,195 Kilometern zurücklegen, gilt seit dem Beginn der olympischen Bewegung als ein Prunkstück. Die Teilnehmer des „Süntel-Trails“ können nur darüber lachen: Sie laufen 50 Kilometer, die „ganz harten“ sogar rund 80 Kilometer. Und das nicht etwa auf ebener Strecke, sondern mit einem Höhenunterschied von 2600 Höhenmetern durch Deister und Süntel.

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Bereits zum dritten Mal organisierten Helmut und Martina Eickermann den „Süntel-Trail“. 35 Männer und fünf Frauen stellten sich der Herausforderung und traten zu diesem Extrem-Wettkampf an. Alle kamen gesund, aber nicht unbedingt munter ins Ziel. Nur ein Teilnehmer musste während des Laufes das Handtuch werfen.

Die Strecke hatte zahlreiche Tücken. Vom Start- und Zielpunkt, dem Berufsgenossenschaftlichen Schulungsheim am Deisterhang, ging es zunächst steil bergauf in den Deister Richtung Köllnischfeld. Um den Springer Steinbruch herum ging es weiter über den Osterberg zum Waldschlösschen. Die Südspitze des Süntels musste erreicht werden, dann der Süntelturm. Über den Kammweg ging es steil bergab zur Pappmühle, dann aber wieder steil bergauf zum Hohenstein; Totental und Blutbachquelle waren zu durchqueren. Von Kessiehausen aus ging es einige Kilometer durch die Bakeder Feldmark, ehe es am Freibad Fischertal wieder in den schattigen Wald ging. Über den Hamelspringer Steinbruch folgte der Weg zur Bergschmiede, dann erneut zum Süntelturm und schließlich zurück über den Osterberg zum Zielpunkt. Die 80-Kilometer-Läufer hatten einige Passagen doppelt zu absolvieren.

„Vor allem die letzten zehn Kilometer durch die Feldmark verlangten allen viel ab“, weiß Organisator Helmut Eickermann. Er zog ein positives Fazit und dankte seinem Helferteam, das sich um die sechs Verpflegungsstationen gekümmert hatte.

Zum dritten Mal in Folge konnte Michael Hartmann aus Wehrstedt (bei Braunschweig) das Mammut-Rennen über 80 Kilometer gewinnen. In 9:35 Stunden stellte er dabei einen neuen Streckenrekord auf. 40 Minuten später kam Lokalmatador Imre Morva aus Hamelspringe als Zweiter ins Ziel. Er startete für die „Grönjer Loopers“ und absolvierte zum ersten Mal die große Distanz. Pattrick Hussel von der Langlauf-Gemeinschaft Springe belegte in 13:55 Stunden Platz 15, fünf Minuten hinter Constanze Escher aus Bochum, die damit die Frauen-Konkurrenz gewann.

Einen spannenden Dreikampf gab es über die 50-Kilometer-Distanz. Erst auf den letzten Kilometern konnte sich Timm Gärnter aus Münster mit dem Streckenrekord von 5:15 Stunden den Sieg sichern, vor Lorenzo Prieto aus Köln, der fünf Minuten später das Ziel erreichte. Andre Niklaiczyk aus Bakede landete auf Platz 3. Überragend gewann Heidrun Stucke aus Hemmingen in 6:41 Stunden die Frauen-Konkurrenz vor Inge Adamofsky aus Hildesheim (8:17).gmen

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