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GeringeWahlbeteiligung könnte CDU-Kandidat Brockmann nützen / Verlierer: Keine Empfehlungen

Experte: Alles möglich in der Stichwahl

Hannover. Trotz des Vorsprungs von 8,6 Prozentpunkten für Amtsinhaber Hauke Jagau (SPD) nach dem ersten Wahlgang erwarten Experten und Parteistrategen eine spannende Stichwahl um den Posten des Regionspräsidenten. „Das ist noch nicht gelaufen“, sagt Politologieprofessor Heiko Geiling von der Leibniz-UniHannover über das Duellmit Axel Brockmann, der für die CDU antritt. Geiling rechnet damit, dass die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl von den 44 Prozent im ersten Wahlgang stark absinkt – möglicherweise auf einenWert unter 30 Prozent

Wahl Regionspräsident Region Hannover

Hannover. Trotz des Vorsprungs von 8,6 Prozentpunkten für Amtsinhaber Hauke Jagau (SPD) nach dem ersten Wahlgang erwarten Experten und Parteistrategen eine spannende Stichwahl um den Posten des Regionspräsidenten. „Das ist noch nicht gelaufen“, sagt Politologieprofessor Heiko Geiling von der Leibniz-UniHannover über das Duellmit Axel Brockmann, der für die CDU antritt. Geiling rechnet damit, dass die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl von den 44 Prozent im ersten Wahlgang stark absinkt – möglicherweise auf einenWert unter 30 Prozent.

Dieser Umstand könnte der CDU in die Hände spielen, meint Geiling. „Die Anhänger der CDU gehen eher zur Wahl“, berichtet er. Dagegen hätten die Anhänger der SPD vielfach das Gefühl, dass sich für sie durch ihre Stimmabgabe ohnehin nicht viel ändere.

Dementsprechend hofft die CDU jetzt auf eine geringe Wahlbeteiligung, vor allem in der Landeshauptstadt. Denn hier hat Jagau im ersten Wahlgang am Sonntag fast die Hälfte seiner Stimmen eingesammelt. Zugleich will die CDU viel Energie dafür verwenden, vor allem in ihren Hochburgen Wähler zu mobilisieren, wie CDU-Regionschef Hendrik Hoppenstedt sagt. Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit der CDU in erster Linie auf Einfamilienhaussiedlungen. Auch bei den Themenschwerpunkten Klinikum und Müll soll es bleiben, sagt Hoppenstedt. Dort biete der Regionspräsident die größte Angriffsfläche. „Das kann dazu führen, dass die bisherige Reihenfolge zwischen Brockmann und Jagau durcheinandergewirbelt wird“, mutmaßt Hoppenstedt.

Auch der SPD-Regionsvorsitzende Matthias Miersch betont, wie wichtig es in den kommenden drei Wochen sein werde, die eigenen Anhänger zu mobilisieren. Dabei wolle man sich vor allem an diejenigen wenden, die das „rot-grüne Projekt“ in der Region voranbringen wollen, sagt er.

Ob Jagau Unterstützung von denWählern der Linkspartei erhält, ist unterdessen fraglich. Deren Regionspolitiker Michael Fleischmann fordert vom SPD-Kandidaten Zugeständnisse bei den Themen Klinikum und Müll. Jagau reagiert darauf allerdings nur indirekt. „Ich werde keine Dinge versprechen, die ich nicht halten kann“, sagte er. Er bemühe sich in den kommenden Wochen um jeden Wähler.

AfD und FDP gaben gestern ebenfalls keine Wahlempfehlung ab. Die AfD, die bei der Europawahl in der Region mit 5,8 Prozent schlechter abschnitt als bundesweit (7,1 Prozent), will keinen Kandidaten empfehlen. Beobachter gehen aber davon aus, dass der größte Teil der 4,6 Prozent von AfD-Regionspräsidentenkandidatin Anke Tischler an die CDU geht. Die FDP will sich erst am Mittwochabend festlegen.




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