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Erinnerungskultur: Geschichtswerkstatt der Herderschule spendet 1000 Euro

Ex-Minister lobt: "Sie haben die Menschen für das Thema mobilisiert"

Bückeburg. Eine Spende in Höhe von 1000 Euro für die Jugendbegegnungsstätte "Golm" auf Usedom hat eine Abordnung der Geschichtswerkstatt der Herderschule - Rektorin Christiane Marx, Projektleiter Klaus Maiwald sowie die Schülervertretung Pia Peters, Erik Krüger und Ingmar Everding - jetzt an den Landesvorsitzenden des Volksbundes Niedersachsen, Professor Rolf Wernstedt, überreicht.

Mitglieder der Geschichtswerkstatt hatten Ende April in einem 60 Kilometer langen Gedenkmarsch von Lahde nach Hannover-Ahlem an den so genannten "Todesmarsch" vom April 1945 erinnert (wir berichteten). Damals wurdenüber 800 Inhaftierte des "Arbeitserziehungslagers" Lahde nach Hannover getrieben, von denen über 100 Menschen beim Marsch und bei anschließenden Erschießungen auf dem Seelhorster Friedhof ums Leben kamen. Professor Rolf Wernstedt hatte die Schirmherrschaft für diesen Gedenkmarsch übernommen. Neben ideeller Unterstützung durch Zeitzeugen und Vertreter aus Politik und Medien konnte die Schülergruppe viele Geldspenden entgegen nehmen. Insgesamt wurden 2000 Euro eingezahlt, die zu gleichen Teilen an die Begegnungsstätte Golm und an ehemalige Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen aus Osteuropa verteilt werden. In der Landesgeschäftsstelle des Volksbundes in Hannover berichtete die Geschichtswerkstatt über ihre Erfahrungen während des Gedenkmarsches. Professor Wernstedt bedankte sich bei den Herderschülern und lobte ihre besondere Umsetzung der Erinnerungskultur. Es sei ihnen gelungen, die Öffentlichkeit für dieses Thema zu mobilisieren. Die Geschichtswerkstatt möchte sich an dieser Stelle bei allen Menschen bedanken, die dieses Projekt mit einer Spende unterstützt haben. Besonderer Dank gilt der Realschule Lahde, die einerseits ebenfalls Spendengelder gesammelt hat und darüber hinaus mit Schülern des 9. Jahrganges unter Leitung ihrer Lehrerin Hilde Wiegand die Geschichtswerkstatt bis zur Landesgrenze bei Wiedensahl begleitet hat.




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