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Der ehemalige Geschäftsführer der Wilhelm Geldbach Piping Equipment in Rodenberg wehrt sich gegen Vorwürfe seiner Nachfolger

Ex-Geldbach-Chef Norbert Jahn: Neue Chefs wollten nicht bleiben

Rodenberg (bab). Was steckt hinter den Streitigkeiten zwischen den Firmen Wilhelm Geldbach Piping Equipment GmbH (WGPE) und Euroflansch (wir berichteten)? Norbert Jahn, ehemaliger WGPE-Geschäftsführer packt aus und weist die Vorwürfe und die Darstellung seiner Nachfolger und der Gesellschafter der Holding (GHV) zurück. Jahn befindet sich mit dem Unternehmen in einem Rechtsstreit. Für den Rodenberger war klar ersichtlich, dass die WGPE die Deisterstadt verlassen würde. Die Vorwürfe, die seine Nachfolger gegen die Stadt Rodenberg und die Firma Euroflansch erheben, sieht er als haltlos an.

Anscheinend plante die neue Geschäftsleitung der WGPE gar nicht, in Rodenberg zu bleiben. Wie Jahn, der am 31. August 2007 in den Ruhestand ging, erklärt, hat am 1. September 2007 der neue Geschäftsführer Sheriff Aziz seine Arbeit bei WGPE aufgenommen. "Bei der Übernahme der Geschäfte hat er den zehn Mitarbeitern mitgeteilt,dass er den Posten des Geschäftsführers nur vorübergehend ausführt und seinen Lebensmittelpunkt in Gelsenkirchen sieht" und nicht nach Schaumburg ziehen werde, so Jahn. Von den acht Angestellten und den zwei Auszubildenden seien am 31. Dezember 2007 nur noch die Auszubildenden bei der Wilhelm Geldbach Piping Equipment gewesen. "Warum alle Mitarbeiter inklusive Reinigungskraft sukzessive das Unternehmen verlassen haben, ist ein Geheimnis der Herren Pozzi und Aziz sowie der neuen Eigentümer, die einer Sitzverlegung der Gesellschaft zustimmen müssen", meint Jahn. Er selber habe Klage eingereicht, weil die Verpflichtungen ihm gegenüber nach seinem Ausscheiden bei WGPE nicht erfüllt worden seien. Auch die Vorwürfe gegen die heutige Konkurrenzfirma Euroflansch weist Jahn zurück. Die Gründung in den Geldbach-Räumen sei mit dem Segen der Gesellschafter sogar auf "ausdrücklichen Wunsch" dieser erfolgt. Geldbach habe einen unbefristeten Untermietvertrag mit der neuen Firma geschlossen. Ein entsprechender Gesellschaftervertrag liege vor. Zudem gibt Jahn an, schriftlich belegen zu können, die Gesellschafter über die Zusammenarbeit "umfassend informiert" zu haben. Er wehre sich gegen Vorwürfe, er habe "arglistig" Sachverhalte verschwiegen und sei in "Machenschaften" und "Ungereimtheiten" verstrickt. Inzwischen sei eine einstweilige Verfügung vorbereitet, dass diese Behauptungen nicht wiederholt werden dürften. Zudem sei ein Strafantrag gegen den persönlich haftenden Gesellschafter der GHV, Uwe Beyer, anhängig. Ihm werde eidesstattliche Falschaussage vorgeworfen. Ein Ermittlungsverfahren gegen Pozzi mit gleicher Klage sei vorläufig eingestellt worden. Zu Geldbachs Kritik an Politik und Verwaltung meint Jahn, die Samtgemeinde und die Stadt hätten niemandem eine außergewöhnliche Unterstützung zukommen lassen, "sondern im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften eine qualifizierte Zusammenarbeit ermöglicht".




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