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Holzminden will Mehrkosten in Bevern nicht allein tragen

EWR: Insolvenz nicht abgewendet

Weserbergland (ni). Das Hängen und Würgen bei der Erlebniswelt Renaissance geht weiter. Der Holzmindener Kreisausschuss hat es nach dreistündiger Sitzung abgelehnt, die Vorfinanzierung für die am Standort Bevern noch auflaufenden Kosten zu übernehmen. Die von den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Schaumburg und Holzminden gebildete EWR-GmbH steht damit erneut vor einer Zerreißprobe.

Rund 110 000 Euro stehen als neuerliches Defizit in Bevern im Raum. Exakt beziffern lässt sich der Fehlbetrag derzeit nicht, weil die Baustelle noch nicht bis zum letzten Handschlag abgerechnet ist. 25 000 Euro für Brandschutzmaßnahmen will Holzminden aus eigener Tasche berappen. Alles, was darüber hinaus noch zu zahlen sein wird, soll entsprechend dem Gesellschaftervertrag von Hameln-Pyrmont zu 60 Prozent, von Schaumburg (25 Prozent) und Holzminden (16 Prozent) finanziert werden. So lautet der Holzmindener Beschluss. Und steht damit im Widerspruch zur ausdrücklichen Erklärung der Hameln-Pyrmonter Kreistagspolitiker, keinen Cent mehr für die EWR in die Hand zu nehmen. Sie erfolgte, nachdem die Gesellschafter vor rund einem Jahr noch einmal 360 000 Euro für Bevern nachgeschossen hatten in dem Glauben, der Betrag reiche aus für die Bezahlung offener Rechnungen sowie für die Erledigung der Restarbeiten. Vor zwei Wochen stellte sich das als Irrtum heraus. Und weil man im Aufsichtsrat inzwischen die "standortbezogene Abrechnung" vereinbart hatte, Holzminden aber auch nicht völlig hängen lassen wollte, machte der Hameln-Pyrmonter Landrat und EWR-Aufsichtsratsvorsitzende Rüdiger Butte in der letzten Aufsichtsratssitzung einen Vorschlag zur Güte: Holzminden sollte sich zur Übernahme der Kosten in Bevern verpflichten und dafür aus der für August erwarteten Steuerrückzahlung an die GmbH in Höhe von 340 000 Euro vorab entschädigt werden. Der Landkreis Schaumburg - nur noch bereit für Kosten in Bückeburg aufzukommen - war damit einverstanden. Dass Holzminden auf dieses Angebot am Montagnachmittag nicht eingegangen ist, kann Butte nach eigenen Worten "nicht recht nachvollziehen".




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