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Diebstahl der Erntekrone "einmalig in Schaumburg" - aber erfreulicher Ausgang

Eveser erleben ihr aufregendstes Jahr

Evesen (bus). Auf das wohl aufregendste Jahr ihrer relativ jungen Geschichte hat jetzt die Dorfgemeinschaft Evesen zurückgeblickt. Für die seit 2003 als eingetragener Verein agierende Gemeinschaft, deren Hauptzweck Ausrichtung und Feier des örtlichen Erntefestes ist, begann die Aufregung bereits eine geraume Weile vor Beginn der Erntefestsaison. "Als wir Anfang Juni von der Pflicht zur Stellung eines Sicherheitsdienstes erfuhren, waren wir nicht gerade begeistert", erläuterte Vorsitzender Jörn Malsch während der im "Eveser Krug" konferierenden Hauptversammlung.

Richtig aufregend wurde es aber erst Ende Juni, als die in der Pfarrhausdiele ausgestellte historische Erntekrone gestohlen wurde. Der Diebstahl schlug weitüber Evesen hinaus beträchtliche Wellen. Als "einmalig in Schaumburg", beschrieb Malsch das Ganovenstück. Der Vorsitzende wiederholte seine bereits im vergangen Jahr geäußerte Überzeugung, dass dahinter "keine andere Dorfjugend" stecke. Soll heißen: Der oder die Diebe sind womöglich im Eveser Umfeld zu suchen. Dass sowohl dem Problem Sicherheitsdienst (nach Rücksprache mit dem Festwirt) als auch der Causa Erntekrone (nach Bereitstellung von 50 Liter Lösegeldbier) ein schlussendlich erfreulicher Ausgang bereitet werden konnte, stieß in der Versammlung auf zustimmende Resonanz. Zudem begrüßten die Mitglieder, dass die Gemeinschaft als Folge der Entwendung nun über eine "Ersatzkrone" verfügt. "Dieses Jahr wird hoffentlich einen etwas ruhigeren Verlauf nehmen", sagte Malsch mit Blick auf das im September (12. bis 14.) anstehende Erntefest. Als Folge der musikalisch-programmatischen Neuausrichtung - 2007 war das Haupttanzgeschehen im Festzelt erstmals auf den Sonnabend konzentriert und von der Gruppe "Royal Flash" bestritten worden - steht der Dorfgemeinschaft eine Fahrt nach Hagenburg ins Haus. Die Kapelle hatte im Jahr 2007 eine komplette Busladung Hagenburger Schützen nach Evesen gelockt. Jörn Malsch und der stellvertretende Vereinsvorsitzende Cord Siekmeier nutzten den festlichen Rahmen der Jahreshauptversammlung, um sich bei den scheidenden Wirtsleuten vom "Eveser Krug", Wolfgang Gransee und Carmen Rehme, für deren langjährige hervorragende Zusammenarbeit zu bedanken. "Er ist stets die treue Seele und der Befeuchter unsrer Kehle, war jedes Jahr der Chef der Theke, weshalb es uns nie an etwas fehlte, bei jedem Ansturm blieb er tapfer, er ist halt unser bester Zapfer", schrieben sie Gransee ins Abschiedsstammbuch.




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