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Europas Weihnachtsmänner

Dicker Bauch, weißer Rauschebart, roter Anzug mit weißem Pelz und dazu ein freundliches Lächeln. Wer ist das? Ihr habt ihn sicher sofort erkannt – natürlich, es ist der Weihnachtsmann, der euch am Heiligen Abend, die Geschenke bringt. Zerrissene Kleider, krumme Nase, großes Kinn, alt mit schrumpeliger Haut. Und wer ist das? Nein, nicht die Oma von Bibi Blocksberg. Das ist die Weihnachtshexe Befana. Sie bringt den Kindern in Italien die Weihnachtsgeschenke und das nicht wie bei uns am 24. Dezember, sondern am 6. Januar, dem Dreikönigstag.

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In Russland ist Väterchen Frost für die Verteilung der Gaben verantwortlich. Väterchen Frost hat einen langen, weißen Bart, besitzt ein magisches Zepter, dessen Spitze alles, was sie berührt, gefrieren lässt. Er wohnt tief in der Taiga, einem Waldgebiet in Russland, ist sehr naturverbunden und fährt einen von drei Schimmeln oder Rentieren gezogenen Schlitten. Traditionell trägt er einen grauen oder blauen Pelzmantel. Doch immer öfter ist er auch in Rot zu sehen, so dass Väterchen Frost dem Weihnachtsmann, wie wir ihn in Deutschland kennen, immer ähnlicher wird. Die Geschenke bringt das Väterchen Frost im fernen Russland jedoch erst zu Silvester.

In Großbritannien kommt Father Christmas vom Nordpol mit dem Rentierschlitten heruntergefahren. In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember hält er auf seiner Reise durch das Land auf dem Dach aller Häuser, in denen Kinder wohnen, und rutscht durch den Kamin in die Wohnzimmer hinein. Als erstes schaut er nach, ob der Tannenbaum schön geschmückt ist. Dann schleicht er durchs Haus und öffnet ganz leise die Zimmertüren der Kinder – dabei ist noch nie eines wach geworden. Die Kleinen haben bereits am Vorabend leere Socken an ihr Bett gehängt, die Father Christmas bei seinem nächtlichen Besuch dann mit Geschenken füllt.

Bei unseren Nachbarn in den Niederlanden kommt schon am Abend des 5. Dezember, also dem Abend vor Nikolaus, Sinterklaas vorbei. Er bringt zusammen mit seinem Helfer, dem „Schwarzen Piet“, die meisten Geschenke. Zu Heiligabend bekommen die Kinder nur noch Kleinigkeiten geschenkt.

Die Kinder in Dänemark werden hingegen von einem kleinen Kobold beschenkt – dem Jule Nisse. Er ist alt, aber rüstig, nicht groß, dafür aber frech. Der Name Nisse ist eine Ableitung des Namens Niels, der dänischen Form für Nikolaus.

In Spanien sind es die Heiligen Drei Könige, die den Kindern am 6. Januar anstelle des Weihnachtsmanns die Geschenke bringen. Doch nur die Braven erhalten Präsente, die Unartigen bekommen statt der Geschenke nur ein Stückchen Kohle.



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