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EU-Abgeordnete Mann kritisiert Barack Obama

Landkreis (han). Auf Kritik bei der heimischen SPD-Europaabgeordneten Erika Mann ist die Berliner Rede des designierten amerikanischen Präsidentschaftskandidaten der Demokratischen Partei, Barack Obama, gestoßen. "Bislang hat sich Obama wenig in Bezug auf die Weiterentwicklung der transatlantischen Beziehungen geäußert", monierte Mann, die als Transatlantikexpertin gilt. "Ich hätte erwartet, dass er mehr Substanzielles hierzu sagt und etwas Licht ins Dunkel bringt." Ein klarer politischer Kurs sei nicht erkennbar.

Eine echte Position zur Handelspolitik habe Obama ebenfalls nicht preisgegeben, sondern sich stattdessen verhalten gezeigt. Obamas Forderung nach freiem und fairen Handel sei selbstverständlich, aus ihr lasse sich keine konkrete politische Position erkennen. "Während in Genf hart darüber verhandelt wird, was ?freier und fairer Handel' überhaupt bedeutet, erscheint Obamas Ausblenden dieser Verhandlungen sehr merkwürdig", so Mann weiter. Die Begeisterung vor allem der jungen Bürger habe gezeigt, dass die Erwartungen an die politischen Beziehungen groß sind. "Wenn Obama als Präsident wieder eine stärkere politische Dimension in die Beziehungen bringen könnte, wäre dies ein Erfolg"; resümiert die Europaabgeordnete, die Ende Juli zu Gesprächen nach Washington reisen und sich dort mit Beratern Obamas treffen wird. Als Vorsitzende des "Transatlantic Policy Network" (TPN) wird sie insbesondere die transatlantischen Beziehungen thematisieren.




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