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Verschiedene Treffen in Europa / Neuer Kurs für Anfänger geplant

Esperantotreff in Hameln

Hameln. „130 Hamelner Kinder hat der Rattenfänger im Jahre 1284 aus der Stadt entführt, mindestens 130 Esperanto-Sprecher will er dieses Jahr zu Pfingsten in die Stadt locken. Und die Zahl ist fast erreicht. 126 Teilnehmer haben sich bisher offiziell zum 92. Deutschen Esperanto-Kongress vom 22. bis 25. Mai in Hameln angemeldet“, berichtete Heinz-Wilhelm Sprick, Vorsitzender der „Ratkaptista Bando“, in der Jahreshauptversammlung der Esperanto-Gruppe Hameln. Die Schirmherrschaft hat der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil übernommen. Zur feierlichen Eröffnung haben Landrat Tjark Bartels und Oberbürgermeister Claudio Griese ihr Kommen zugesagt. Die Künstler für das Abendprogramm sind gebucht: Es gibt eine Puppentheaterspiel über den Baron von Münchhausen „Der wahre Fall“, zu Konzerten am Samstag kommen aus Hamburg Kashi (Carsten Schnadthorst), ein blinder Sänger und Keyboarder, der auf dem SES 2014 in der Slowakei sein erstes abendfüllendes Konzert gab und begeisterte, und dazu JoMo aus Südfrankreich, der den ersten Rekord eines vielsprachigen Konzerts (22 Lieder in 22 Sprachen) kreierte, welcher im Jahr 2000 im Guinnessbuch der Rekorde erschien. Am Pfingstsonntag gibt es ein öffentliches Konzert in der Sumpfblume, bei dem die Country-Rock-Pop-Band Asorti aus Litauen für gute Stimmung sorgen wird. Auch tagsüber gibt es ein interessantes Programm mit Ausflügen, Vorträgen, Gottesdiensten und gemeinsamem Mittagessen. Die deutsche Esperanto-Jugend bietet während des Kongresses einen Intensivsprachkurs für Anfänger an. Wer sich schon vorher einmal ein Lehrbuch ansehen möchte: Gerade hat die Esperanto-Gruppe Hameln neue Lehrbücher an die Stadtbücherei Pfortmühle gespendet.

Zu 50. Treffen kam die Esperanto-Gruppe Hameln zusammen. Im Jahresrückblick ist den Vereinsmitgliedern neben Gartenfest, Weihnachtsfeier und den Kongressvorbereitungen vor allem das 11. Rata Rendevuo („Ratten-Rendezvous“) in Erinnerung geblieben. Mehr als 30 Personen kamen nach Rinteln, neben den Gruppenmitgliedern reisten sie aus ganz Norddeutschland an. Schon im Frühjahr traf man sich mit der Esperanto-Gruppe in Detmold zum „Najbara Najtingalumado“ („Nachbarschaftliches Nachtigallentreffen“). Im Brauhaus tauschten sich die Mitglieder beider Gruppen über ihre Aktivitäten aus. Beim deutschen Esperanto-Kongress in Erfurt und auch beim Treffen des Landesverbands Nordrhein-Westfalen in Bielefeld luden die Gruppenmitglieder für dieses Jahr nach Hameln ein. Und beim Verbandsratstreffen in Herzberg am Harz, der Esperanto-Stadt, lernten die Mitglieder die verschiedenen technischen Neuerungen kennen, die der Esperanto-Bund gerade umsetzt. So konnte die Kongressseite und auch die Internetseite der Esperanto-Gruppe Hameln neu gestaltet werden.

Viele interessante Gespräche zur internationalen Plansprache wurden geführt am Infostand beim „Tag der Kulturen“ in Coppenbrügge. Ein Gast aus der Ukraine, Mikaelo Lineckij, berichtete über die aktuelle Situation in der Ukraine.

Einzelne Vereinsmitglieder nahmen an verschiedenen Esperanto-Treffen teil, so z. B. an Studienwochenenden in der Esperanto-Stadt Herzberg am Harz, an einer Sommer-Studienfreizeit in der Slowakei, an den Esperanto-Bibel-Tagen in der Nähe von Prag, an einem internationalen Treffen in Bydgoszcz (Bromberg), Polen, und den Baltischen Esperanto-Tagen in Jelgava, Lettland, an den Esperanto-Wandertagen an der Mosel am internationalen Neujahrstreffen in Bitburg oder am jährlich in Bad Münder stattfindenden Esperanto-Treffen in der Himmelfahrtswoche. Auch die Krimi-Lesung von Thorsten Sueße aus Hemmingen, der seine Hannover-Krimis in der Esperanto-Szene spielen lässt, war gut besucht.

Der Vorstand wurde komplett wiedergewählt und besteht aus Heinz Wilhelm Sprick (Vorsitzender), Eva Shkolnykova (stellvertretende Vorsitzende), Klaus Brümmer (Kassenführer) und Katharina Korgol (Jugendvertreterin). Gewählt wurde auch wieder das „Esperanto-Wort des Jahres“, diesmal „mankanta kafpauzo povas esti pafkauzo“ (eine fehlende Kaffeepause kann ein Schießgrund sein).

Auch für dieses Jahr sind wieder zahlreiche Termine geplant. Im Mittelpunkt steht natürlich der deutsche Esperanto-Kongress. Neben ihm, dem Gartenfest und der Weihnachtsfeier wird die Gruppe auch zu einem „Rata Rendevuo“ einladen, diesmal nach Bad Münder. Fest steht die Fahrt nach Oldenburg, wo die Esperanto-Gruppe Unterweser ihr 20-jähriges Bestehen feiert. Und auch beim diesjährigen „Tag der Kulturen“ in Aerzen wird die Esperanto-Gruppe wieder mit einem Infostand vertreten sein. Und angemeldet haben sich einzelne Vereinsmitglieder auch schon für verschiedene Esperanto-Treffen: der Sommer-Esperanto-Studienwoche in Martin, Slowakei, dem Esperanto-Weltkongress in Lille, Frankreich, zu dem mehr als 2000 Teilnehmer aus über 70 Ländern angemeldet sind, und zu Treffen in der Neujahrswoche in Polen und Deutschland.

Die Esperanto-Gruppe Hameln „La Ratkaptista Bando“ trifft sich wöchentlich mittwochs um 19 Uhr im Wechsel in der Sumpfblume und im Freiraum Hameln. Nach dem Kongress wird auch wieder ein neuer Kurs für Anfänger stattfinden. Je nach Vorkenntnissen kann man die Sprache innerhalb von drei Monaten bis zu neun Monaten so weit lernen, dass man sich mit anderen Esperanto-Sprechern bereits gut verständigen kann. Interessenten können zu den Gruppenabenden kommen oder sich mit dem Vorsitzenden in Verbindung setzen unter Tel. 0162/7536396 oder hameln@esperanto.de

Auch auf der Seite www.esperanto.de/hameln findet man viele Informationen zur Sprache und zum Verein. Und auf www.lernu.net kann man unter anderem verschiedene Internet-Sprachkurse entdecken und ausprobieren. Das Programm für den deutschen Esperanto-Kongress findet man auf www.esperanto.de/dek2015




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