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An der Elisabeth-Selbert-Schule erhielten 74 Abiturienten ihre Reifezeugnisse

„Es reist sich leichter mit leichtem Gepäck“

HAMELN. „Es ist geschafft, das Abitur ist bestanden.“

wft 4

Autor

Wolfhard F. Truchseß Reporter

Mit herzlichen Worten gratulierte Gisela Grimme, die Schulleiterin der Elisabeth-Selbert-Schule, der besten Schule Deutschlands, den 74 jungen Damen und Herren dafür, mit dem Reifezeugnis das Rüstzeug für den nächsten Schritt erworben zu haben. Auf das Podium hatte Gisela Grimme einen Rucksack mitgebracht, den sie als Symbol für Aufbruch und Ankommen gleichermaßen bezeichnete, wobei für die ESS-Abiturienten klar der Aufbruch im Vordergrund stehe und der „Lebensrucksack“ jetzt mit einem „ganz wichtigen Startpaket, dem Abiturzeugnis“ bepackt werden könne, einer „wertvollen Grundlage für Ihr zukünftiges Leben“. Wichtig aber sei es, diesen Rucksack hin und wieder auch einmal zu entrümpeln, damit er nicht zu schwer werde und daran hindere, neue und vielleicht auch herausfordernde Lebenswege in Angriff zu nehmen, denn „es reist sich leichter mit leichtem Gepäck“, zitierte die Schulleiterin die Band „Silbermond“. Was in einen solchen Rucksack gehöre? Ein Seil als Richtschnur, die Orientierung und Sicherheit biete, aber auch Karte und Kompass, um drei wichtige Fragen zu klären: „Wo bin ich gerade? Wo will ich hin? Wie entscheide ich?“ Den Abiturienten wünschte Gisela Grimme, „dass Sie Ihren Rucksack ständig mit neuen Erkenntnissen füllen. Nur so sind Sie in der Lage, die richtigen Entscheidungen zu treffen.“ Vor allem aber wünsche sie ihnen Mut, auch scheinbar aussichtslose Situationen mit anderen im Team anzupacken, sich nicht durch Schwierigkeiten abschrecken zu lassen. „Ein wichtiger Grundsatz sollte für Sie sein, bei sich und den anderen die Stärken zu sehen und nicht über Schwächen zu lamentieren.“ Und: „Nur wer auf sich achtet, kann auch auf andere achten.“

Für die Lehrkräfte ging Steffen Braune auf das Abiturmotto „13 Jahre Psychoabilyse – Sigmund Freud sich“ und den von dem Psychoanalytiker beschriebenen Kampf zwischen Es, Ich und Über-Ich ein, um festzustellen, dass bei diesem Kampf vielleicht doch bei jedem Abiturienten irgendwann die Realität mit der Erkenntnis zugeschlagen habe, dass nach einer schlechten Zensur das nächste Mal etwas mehr getan werden müsse. Und kam trotz aller solcher Kämpfe und der während der Schulzeit zu lösenden Probleme auf die Erkenntnis Freuds zurück: „Eines Tages, zurückblickend auf die Jahre, wo du gekämpft hast, werden sie dir wie die schönsten vorkommen.“

Landrat Tjark Bartels nahm das von den Abiturientinnen Marie Louise Soulier, Male Geers und Celine Bergner gewählte Bild einer Schiffsreise durch die Schulzeit auf und warnte vor den Untiefen der Zukunft, forderte aber auch: „Machen Sie als Ihr eigener Kapitän alles so, wie sie glauben, dass es richtig für Sie ist. Horchen Sie in sich hinein, bleiben Sie immer bei sich selbst, bei dem, was Sie tun.“




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