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FC Hevesen baut neues Vereinsheim / Mehr Jugendliche, weniger Betreuer

"Es muss Geld in die Kasse" für den Eigenanteil des Vereins

Hevesen (möh). Große Ereignisse werfen in Hevesen ihre Schatten voraus. Im nächsten Jahr feiert der Verein nicht nur sein 90-jähriges Bestehen, sondern weiht auch sein neues Vereinsheim ein. Für diesen Bau sind alle Genehmigungen bereits vorhanden. Im Herbst soll der Rohbau winterfest sein, wie auf der Jahresversammlung des FC Hevesen mitgeteilt wurde. Vorsitzender Friedhelm Winkelhake: "Ich bin glücklich und dankbar, denn nach 30 Jahren, in denen ich ununterbrochen Vorsitzender bin, ist es uns endlich gelungen, den Wunsch nach neuen Dusch- und Umkleideräumen wahr zu machen."

FC-Vorsitzender Winkelhake bedauerte es, dass nur wenige Mitglieder den Weg zur Jahresversammlung ins Vereinsheim gefunden hatten. Gleichfalls nicht anwesend war, aus familiären Gründen, der einzige Sportkamerad, der an diesem Abend geehrt werden sollte. Hierbei handelt es sich um Karl Winkelhake, der seit 40 Jahren dem FC Hevesen an gehört. Die offizielle Ehrung soll demnächst nach geholt werden. Hauptthema der Versammlung war daher der Neubau des Vereinsheims, ein Projekt, an dessen Realisierung vor einem Jahr noch keiner gedacht hatte. Der Vorsitzende erinnerte an den 23. Oktober 2007. An diesem Tag habe im Sportheim am Achumer Sportplatz der Sportausschuss des Rates der Stadt getagt und es sei praktisch der Grundstein für das Vorhaben "Neubau Vereinsheim" gelegt worden. Der Achumer Ortsvorsteher Gerhard Schöttelndreier, der laut Winkelhake sich in selbstloser Weise für das Projekt eingesetzt habe, erläuterte der Versammlung denn auch den Stand der Planung. So seien die diversen Genehmigungen erteilt und sogardas Bauschild sei bereits vorhanden. In Kürze würden die einzelnen Gewerke ausgeschrieben und dann die Aufträge vergeben. Die Bausumme vonüber 300 000 Euro, die immer im Raume stehe, sei wahrscheinlich. Schöttelndreier: "Das ist ein öffentlicher Bau und daher müssen viele Vorschriften eingehalten werden." So beliefen sich die Kosten von Sanitär und Heizung sowie Belüftung schon auf 100 000 Euro. Schöttelndreier trat damit Gerüchten entgegen, die von einer Luxusvilla am Sportplatz redeten. Der Ortsvorsteher appellierte an die Vereinsmitglieder, nicht nur Eigenleistungen zu erbringen, sondern sich vielleicht auch auf Sponsorensuche zu begeben. Bauherr des neuen Vereinsheims sei schließlich nicht die Stadt Bückeburg, sondern der FC Hevesen. Schöttelndreier: "Es muss Geld in die Kasse, damit wir den Eigenanteil des Vereins auch bezahlen können." In seinem Jahresbericht ging Friedhelm Winkelhake ausführlich auf die Jugend ein. Winkelhake: "Hier ist es mittlerweile nicht mehr fünf vor zwölf, sondern schon fünf nach zwölf." Und zwar fehlen dem Verein, der eigentlich mit seinen Sparten Fußball und Tennis gut aufgestellt ist, schlicht und einfach Mannschaftsbetreuer. Der FC Hevesen besetze im Spielbetrieb von der G- bis hin zur A-Jugend alle Klassen. Es kämen jeden Tag neue Kinder hinzu, sodass mittlerweile eine zweite G-Jugend gemeldet werden könnte, wenn Betreuer vorhanden seien. Welcher Verein in dieser Größenordnung habe so ein Kapital an Nachwuchs und was mache der Verein daraus? Er verspiele die Zukunft, nur weil wenige Mitglieder bereit seien, dem Nachwuchs zu helfen. Winkelhake forderte die Versammlung auf, den Jugendlichen und auch den vorhandenen Betreuern zu helfen, bevor auch diese die Lust verlören. Winkelhake: "Ein Verein ohne Jugendliche ist kein Verein, und ich möchte in so einem Verein nicht mehr Vorsitzender sein." Eine weitere große Herausforderung, so der Vorsitzende mit einem Blick in die Zukunft, werde mit der Einführung der Ganztagsschule auf den FC Hevesen zukommen. Die frühen Nachmittagsstunden in den Sporthallen, jetzt Trainingszeit für Kinder und Jugendliche, würden dann vermehrt von der Schule genutzt werden. Wenn der FC weiterhin Wert auf junge Mitglieder lege, werde er versuchen müssen, durch Kooperation im Rahmen des betreuten Ganztagsangebotes den Weg in die Schule und damit zu den Jugendlichen zu finden. Zur ersten Fußballmannschaft, die im vergangenen Jahr einen Abstieg zu verzeichnen hatte, erklärte Friedhelm Winkelhake, er sei zuversichtlich, dass sofort der Wiederaufstieg möglich sei, wenn alle Spieler an einem Strang ziehen würden. Die heutige Mannschaft sei seiner Meinung nach stärker als die des Vorjahres. Mit dem Spielertrainer Marco Blana habe der Verein einen Vertrag für ein weiteres Jahr ausgehandelt. In der Tennissparte habe sich in den letzten Jahren die Streu vom Weizen getrennt. Es bestehe nunmehr ein treuer und harter Kern. Hier sei es aber eine große Herausforderung, jugendliche Mitglieder zu gewinnen.




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