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72-Stunden-Aktion: Jugendgruppen bauen Waldtipi und organisieren Aktionen für Lebenshilfe

"Es macht richtig Spaß, etwas Soziales zu tun"

Rinteln (crs). Was man in 72 Stunden alles schaffen kann, das haben die "Helden von St. Sturmius" und der "Schülerbi- belkreis" von Donnerstag bis Sonntag eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Für das vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in der Diözese Hildesheim organisierte Sozialprojekt "72 Stunden. Besser jetzt" haben sich 26 Rintelner Jugendliche zugunsten von Waldkindergarten und Lebenshilfe richtig ins Zeug gelegt. Geschliffen, gestrichen, gebastelt, gestaltet, gebaut. Und - mindestens genauso wichtig: Jede Menge Spaß gehabt.

Ein Tipi und noch mehr Naturspielzeug haben die "Helden von St.

Zum ersten Mal ist in Rinteln eine solche 72-Stunden-Aktionüber die Bühne gegangen. Am Donnerstag um exakt 17.04 Uhr gab es die vorher streng geheimen Aufgaben für die Jugendlichen, bis Sonntagnachmittag, 17.04 Uhr, sollte alles geschafft sein. Und das war es auch: "Es hat alles toll geklappt, die Jugendlichen waren super motiviert", freute sich MartinaKnöpfel-Lüssem vom Koordinierungskreis gestern nach Abschluss der Aktion. Gemeinsam mit Bärbel Schön und Christian Albert hatte die Gemeindereferentin von St. Sturmius die Aufgaben für die beiden Gruppen ersonnen. Die "Helden von St. Stur- mius", eine eigens für diese Aktion zusammengestellte Gruppe von elf- bis 15-jährigen Schülern, haben die vergangenen Tage überwiegend im Wald verbracht. Ihre Aufgabe: Schutzhütte und Holzbänke des Waldkindergartens sollten abgeschliffen und neu gestrichen werden, außerdem sollten Naturspielgeräte gebaut werden. Mit Feuereifer machte sich die bunt zusammengewürfelte Truppe ans Werk - und nach Schleifen, Pinseln und Bauen waren am Sonntag ein Tipi, Trommeln und "Webrahmen" für Blumen oder Blätter entstanden. "Es war anstrengend, aber gut - und echte Teamarbeit", sagt Kevin Vogtmann (15). Und Sophie Gascoigne (14) ergänzt: "Etwas Soziales zu tun, macht richtig Spaß." Lob für die 14 Jugendlichen gibt es auch von der Gruppenleiterin Michaela Etzel: "Die Gruppe hat toll zusammengearbeitet, hier ist ein echtes Gemeinschaftsgefühl entstanden", sagt die Religionslehrerin an der Hildburg-Realschule. Als besondere Erfahrung verbuchen auch die zwölf Mitstreiter vom "Schülerbibel- kreis" des Ernestinums die 72-Stunden-Aktion. Aufgabe für die 14- bis 18-Jährigen: kreative und sportliche Angebote für die Bewohner der Lebenshilfe zu erarbeiten. "Zu Beginn waren wir ein bisschen unsicher, distanziert", räumen Alexander Wallenstein (16) und Max Joop (15) anfängliche Berührungsängste ein - kaum einer der Jugendlichen hatte zuvor schon näher mit behinderten Menschen zu tun gehabt. Das Eis war aber schnell gebrochen, sagen Max und Alexander: "Nach fünf Minuten haben wir uns super verstanden." Die Jugendlichen haben mit ihrer Gruppenleiterin Ilse Kirchhoff den Alltag der Behinderten begleitet, mit ihnen gegessen und gebastelt, waren mit einigen beim Handball, haben einen bunten Abend mit Disco und Casting-Show sowie einen gemeinsamen Abschlussgottesdienst vorbereitet. "Dieses Wochenende war eine Berei- cherung", sind sich am Ende alle einig. Das Ende der Aktion soll aber nicht das Ende des Kontakts sein, wie Benjamin Wallenstein (18) sagt: "Wir wollen auch in Zukunft mit den Lebenshilfe-Bewohnern zum Handball gehen."



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