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Medienstation im Wilhelm-Busch-Geburtshaus eingeweiht / 80 Gäste begutachten im Museum in Wiedensahl die technische Neuerung

„Es ist wie ein gutes Buch“

Wiedensahl. Das Wilhelm-Busch-Geburtshaus ist am Sonntagmittag bei der Vorstellung der neuen Medienstation aus allen Nähten geplatzt. Etwa 80 Gäste, unter anderem Vertreter örtlicher Vereine und umliegender Gemeinden, trafen sich dort zum feierlichen Stelldichein.

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Autor:

Oliver Nowak und Friedhelm Sölter

„Es ist wie ein gutes Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte“, beschrieb Wiedensahls Gemeinderatsmitglied Horst Peeck die Medienstation. Diese ist ein in die Wand eingelassener großer Flachbildschirm, verknüpft mit einem kleinen, in einer Stele eingelassenen Touchscreen, der wenige Meter weiter im Raum steht. Von dort aus können nun die Besucher zahlreiche Informationen über den umtriebigen Maler, Zeichner und Dichter aus Wiedensahl abrufen.

Im Zentrum steht das Thema „Familie, Freunde, Frauen“. So können die Besucher eine Karte aufrufen, in der Orte eingezeichnet sind, die mit Busch oder seinen Bekanntschaften in Verbindung stehen. Auch eine Zeitleiste, anhand derer das Leben von Busch nachverfolgt werden kann, ist anwählbar. Die einzelnen Beiträge sind mit Bildern, kurzen Texten und Hörbeispielen versehen. „Das ist besonders gut für Kinder und Jugendliche geeignet“, sagt Busch-Geburtshaus-Leiterin Gudrun-Sophie Frommhage.

Auch Europa-Abgeordneter Burkhard Balz (CDU) probierte die Medienstation aus. „Es ist außerordentlich gelungen“, sagte er. Vor allem gefalle ihm, dass die Medienstation kein abgeschlossenes Ausstellungsstück darstelle. Durch neue über Busch gewonnene Informationen könne die Medienstation noch erweitert werden.

Finanziert wurde das aufwendige Projekt von der ersten Idee über die Konzeption bis hin zur Installation vor allem durch die 40 000 Euro, die das niedersächsische Kultusministerium aus dem Programm „Zuwendungen investiver Maßnahmen in kleineren Museen aus Mitteln des Landes Niedersachsen“ für das Busch-Geburtshaus im Sommer 2012 bereitstellte. Dazu wurden umfangreiche Eigenmittel sowie Zuschüsse der Wilhelm-Busch-Stiftung Wiedensahl, der Calenberg-Grubenhagen’schen Landschaft und des Energieversorgers e.on eingesetzt.

Realisiert wurde das Projekt unter der Federführung des Grafikdesigners und IT-Spezialisten Darjush Davar aus Obernkirchen, die Programmierung lag in den Händen des in der „Busch-Community“ geschätzten Auetaler Webdesigners Jörg Spieler.

Im „Museum im Alten Pfarrhaus“ ist ebenfalls eine Medienstation installiert. Sie behandelt hauptsächlich die Zeit von 1872 bis 1879, in der Busch in diesem Haus in der Familie seiner Schwester Fanny, der Frau des damaligen Wiedensahler Pastors Hermann Nöldeke, lebte.



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